Corona Ansteckungsgefahr in Schulen: „Lüften alleine reicht nicht“

Untersuchungen an einem Gymnasium bestätigen Wirksamkeit von TAC V+ Luftreinigern und Trennwänden mit Aerosol-Schutzkante

Seit gestern herrscht wieder reger Betrieb an den deutschen Schulen. Nachdem bereits die ersten Grundschulklassen vor 3 Wochen in den Präsenzunterricht zurückgekehrt sind, folgen nun auch weitere Jahrgänge. Zeitgleich mit den Öffnungen der Schulen steigen aber auch bundesweit wieder die Infektionszahlen. Erschwerend kommt hinzu, dass die gefährlicheren Mutanten des Coronavirus zusehends die Führung im Infektionsgeschehen übernehmen. Keine guten Voraussetzungen für einen sicheren Schulstart, meint Professor Dr. Christian Kähler. Der international renommierte Aerosolexperte der Universität der Bundeswehr München plädiert schon länger für ein Schutzkonzept aus Hochleistungsluftreinigern und Trennwänden mit Aerosol-Schutzkante. Wie dieses Schutzkonzept an Schulen umgesetzt werden kann, um einen bestmöglichen Schutz von SchülerInnen und Lehrerpersonal zu gewährleisten, hat Christian Kähler in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung erläutert.

Das gesamte Interview können Sie hier lesen:

Schutzkonzept aus Luftreinigern und Trennwänden reduziert direktes und indirektes Ansteckungsrisiko in Klassenräumen

Um die Schülerinnen und Schüler gleichermaßen vor einer direkten Ansteckung durch Tröpfchen und einer indirekten Ansteckung durch Aerosole zu schützen, setzt das von Kähler erarbeitete Schutzkonzept auf eine Kombination aus Trennwänden mit umlaufender Aerosole-Schutzkante und Hochleistungsluftreiniger. Da sich die empfohlenen Abstandsregeln in den Klassenräumen nicht umsetzen lassen und FFP2- oder FFP3-Masken auf Dauer nicht so gut verträglich sind, plädiert der Wissenschaftler für durchsichtige Acrylglas-Trennwände mit spezieller Aerosol-Schutzkante zwischen den Sitzplätzen der Kinder. Im Handel, in zahlreichen Parlamenten und selbst in Gerichtssälen sind diese Trennwände mittlerweile ein gewohntes Bild. Die Trennwände schützen sowohl vor ausgestoßenen größeren Tröpfchen beim Husten oder Niesen. Sie verhindern aber auch, dass die mit der Atmung freigesetzten Aerosole zum direkten Tischnachbarn hinüberwehen.

Mit der Atmung und beim Sprechen werden fortlaufend Aerosolpartikel in den Raum freigesetzt. Je mehr Schüler sich im Klassenraum befinden, desto mehr Partikel fliegen im Klassenraum und breiten sich aus. Um diese Aerosolpartikel, die als Hauptüberträger des Coronavirus gelten, auf kontrollierte Art und Weise auf ein ungefährliches Niveau zu senken, empfiehlt der Münchner Wissenschaftler mobile Raumluftreiniger mit HEPA-Filtern der Klassen H13 oder besser noch H14. Die Geräte sollten in der Lage sein, mindestens das Sechsfache des Raumvolumens pro Stunde zu filtern. Bei Geräten mit einer geringeren Luftwechselrate besteht andernfalls die Gefahr, dass infektiöse Aerosole über die Atemwege in den Körper eingeatmet werden, bevor sie durch den Luftstrom des Luftreinigers im Filter abgeschieden werden. Ein weiteres Kriterium bei der Wahl des Luftreinigers sei die Lautstärke des Gerätes, so Kähler. Nur wenn ein Gerät hinreichend leise ist, wird es auch dauerhaft im Unterricht eingeschaltet. Bei zu lauten Geräten bestehe immer die Gefahr, dass sie ausgeschaltet werden, weil sie den Unterricht stören.

Würde die Politik seiner Empfehlung folgen, dann müssten SchülerInnen und LehrerInnen im Unterricht keine Masken mehr tragen bzw. nur dann, wenn sie sie sich im Raum bewegen, die Schule betreten oder wieder verlassen.

Schutzkonzept wurde an Münchner Gymnasium unter realen Bedingungen getestet

Um die Wirksamkeit seines Schutzkonzeptes wissenschaftlich zu belegen, baute Kähler mit seinem Team kurzerhand einen Klassenraum im Versuchsraum der Universität nach. Die zu messenden Aerosolkonzentrationen wurden künstlich erzeugt. Bereits in dieser ersten Studie zum Einsatz von Luftreinigern in Schulen konnte Kähler nachweisen, dass ein in den Untersuchungen eingesetzter TAC V+ Hochleistungsluftreiniger die Virenlast im Raum in kürzester Zeit reduziert. In rund 15 Minuten halbierte das Gerät die Aerosolkonzentration in einem 80 qm großen Raum. In einem kleineren Raum erfolgte die Halbierung bereits nach 3 Minuten.

In einer weiteren Untersuchung hat der Universitätsprofessor sein Schutzkonzept nun auch in einer realen Schule getestet – mit teils komplizierten Raumgeometrien. Erneut wurden TAC V+ Hochleistungsluftreiniger eingesetzt, um Aerosolpartikel beispielsweise aus den Computerräumen mit U-förmig angeordneten Tischen zu filtern. Ebenso fanden Messungen in der Mensa mit Spitzdach statt, wo eine fest installierte Abluftanlage bereits die Luft filtert.

Die Messergebnisse sind eindeutig: Die Filterleistung der mobilen Raumluftreiniger war in allen Situation gleichbleibend hoch und wurde auch nicht durch vorhandene Luftanlagen oder offene Fenster beeinträchtigt. Kähler sieht sich darin bestätigt, dass mobile Luftreiniger aus Infektionsschutzgründen eine sinnvolle Ergänzung zur Lüftung sind, um auch weiterhin zu hohe CO2-Konzentrationen im Raum zu reduzieren.

„Lüften alleine reicht nicht aus“

Alleiniges Lüften reicht nach Meinung von Christian Kähler nicht aus, um die SchülerInnen und das Lehrpersonal zuverlässig vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen. Das zeige bereits die Tatsache, dass die Schulen aus Angst vor Ansteckungen lange Zeit geschlossen blieben. Manuelles Lüften mit offenen Fenstern sei nur beim Querlüften mit gegenüberliegenden Fenstern maximal wirksam. Beim Stoßlüften mit nur einem Fenster verringert sich der Luftaustausch, noch weniger Luft wird bei Fenstern in Kippstellung ausgetauscht. Hinzu kommen weiteren Faktoren wie Temperatur- und Windverhältnisse, die den Lüftungserfolg ebenfalls beeinträchtigen. Auch zur Diskussion um eine Maskenpflicht in Schulen hat Kähler eine klare Haltung. FFP2-Masken seien keine schultaugliche Lösung, da man diese eng anliegenden Masken nicht länger als drei Mal 75 Minuten am Tag mit je einer halben Stunde tragen sollte. Ursprünglich wurden diese partikelfiltrierenden Masken als Arbeitsschutz für Maler und Lackierer sowie Bauarbeiter produziert, um diese vor Staubpartikeln zu schützen. Für den Dauereinsatz sind die Masken hingegen ungeeignet. Hinzu kommen neue Erkenntnisse, dass viele FPP2-Masken trotz erfolgreicher Prüfung und aufgedruckter Norm nicht ausreichend vor infektiösen Aerosolpartikeln schützen.

Das vom Umweltbundesamt empfohlene Lüften mit drei Luftwechseln pro Stunde kritisiert Kähler als nicht ausreichend und verweist auf Untersuchungen vom Max-Planck-Institut und weiteren Wissenschaftlern, die seine Auffassung teilen: „Auch die Harvard School of Public Health plädiert für mobile Luftreinigung und transparente Schutzwände. Das Umweltbundesamt sollte sich diese Studien einmal ansehen.“, sagt Kähler im Interview.

Wichtig sei, so Kähler in seinen Ausführungen, dass die zur Umsetzung des Schutzkonzeptes eingesetzten Luftreiniger bestimmte Anforderungen an die Luftleistung und Filterqualität erfüllen.

Zur sicheren Virenfilterung müssen Luftreiniger drei Grundvoraussetzungen erfüllen:

1. Der Volumenstrom des Luftreinigers muss ausreichend dimensioniert sein, um mindestens einen sechsfachen Luftwechsel pro Stunde zu ermöglichen. Nur so kann eine minutenschnelle Senkung der Aerosolkonzentration im Raum sichergestellt werden. Hochleistungsluftreiniger der TAC V-Serie ermöglichen sogar einen bis zu 16-fachen Luftwechsel pro Stunde und bieten somit ein noch höheres Schutzniveau, beispielsweise für Risikopatienten in Arztpraxen, auf Krankenstationen oder in Pflegeheimen.

2. Der eingesetzte Filter muss nach der DIN EN 1822 zertifiziert sein. Ausschließlich H14-HEPA-Hochleistungsfilter nach EN 1822, wie sie auch im TAC V+TAC M und TAC Eco  zum Einsatz kommen, können selbst kleine, virenbehaftete Aerosole (0,1-0,3 µm) aus der Raumluft filtern, und zwar zu 99,995 %. Damit haben H14-HEPA-Filter bereits eine 10-fach höhere Filterleistung als H13-HEPA-Filter, deren Filterleistung im Größenbereich von Bakterien zwar noch vergleichbar gut ist. Signifikante Unterschiede gibt es jedoch im sogenannten MPPS-Bereich (Most Penetrating Particle Size), also bei der Ausfilterung von Viren und Aerosolen. Hier rät die Projektgruppe Labortechnik (ELATEC) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in ihrer Stellungnahme zum Thema „Einsatz von HEPA-Filtern in Raumlufttechnischen Anlagen (Beschluss 16/2010)“ ausdrücklich: „Die HEPA-Filter sollten mindestens der Klasse H14 nach DIN EN 1822-1 entsprechen.“

3. Der Luftreiniger muss hinreichend geräuscharm sein, damit er im Betrieb nicht stört. Denn stört der Lärm, dann besteht die Gefahr, dass das Gerät entweder abgeschaltet oder nicht mit dem erforderlichen Volumenstrom betrieben wird. Eine hohe Sicherheit vor einer indirekten SARS-CoV-2 Infektion ist dann nicht mehr gegeben. Daher verfügt der Hochleistungsluftreiniger TAC V+ über eine geräuschdämmende Schallschutzhaube, die ihn zum leisesten Gerät seiner Leistungsklasse macht.

Sogar noch übertroffen werden diese von Prof Kähler definierten Kriterien vom mobilen Hochleistungsluftreiniger TAC V+. Entwickelt und gefertigt wird das Gerät in Deutschland (Heinsberg) – ausgeliefert wird es in die ganze Welt. Eine stets aktuelle Übersicht auf der Unternehmensseite, welche Restaurants, Behörden, Schulen oder medizinischen Einrichtungen den TAC V+ Hochleistungsluftreiniger bereits einsetzen, unterstreicht die erprobte Wirksamkeit der TAC V+ Luftreinigung.

Der TAC V+ Hochleistungsluftreiniger hat sich bereits vielfach in der Praxis bewährt. Hier finden Sie zahlreiche Einsatz-Referenzen aus unterschiedlichen Branchen:

Alle Informationen im „Ratgeber für sicheren Schulunterricht“

Informieren Sie sich in unserem „Ratgeber für sicheren Schulunterricht“, wie ein sicheres Hygienekonzept für Schulen realisiert werden kann. Der Ratgeber enthält ein „How-to“ für die Umsetzung des Hygienekonzepts für Schulen, wissenschaftlich belegte Fakten zu den Ansteckungsrisiken im Klassenzimmer sowie einen Überblick über die technischen Lösungen, um das Ansteckungsrisiko im Unterricht auf ein Minimum zu reduzieren.

Laden Sie sich den Ratgeber als PDF-Dokument direkt hier herunter oder besuchen Sie unsere umfangreiche Informationsseite für Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen.

Erhältlich sind die mobil einsetzbaren Hochleistungsluftreiniger der TAC-Serie und Acrylglas-Trennwände mit Aerosol-Schutzkante in verschiedenen Ausstattungsvarianten im Trotec-Shop.

Schulen, Kinder- und Behinderten-Tagesstätten erhalten den TAC V+ Raumluftreiniger zu Sonderkondition. Ebenso halten wir attraktive Leasingangebote bereit, die auf die individuellen Bedürfnisse von Schulen und Pflegeeinrichtungen zugeschnitten sind. Gerne informieren wie Sie in einem persönlichen Gespräch über das für Sie passende TAC V+ Angebot.

Trotec GmbH, Herr Jochem Weingartz
Telefon: +49 2452 962-137, jochem.weingartz@trotec.com

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