WISO-Sendung vom 26 Juli 2021: Wo bleiben die mobilen Luftreiniger in den Klassen? Corona-Ausbrüche in Schulen könnten zu einer Verschärfung der Corona-Regeln führen. Mit schmerzhaften Folgen für alle Bürger und Unternehmen einer Region

In Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein startete gestern das neue Schuljahr. Schon bald werden auch in den anderen Bundesländern wieder Millionen ungeimpfte Kinder die Schulbank drücken. Wahrscheinlich wieder bei offenen Fenstern, womöglich wieder mit Masken und ziemlich sicher erneut mit ungewissem Ausgang.

Mobile Luftreiniger, wie der von Aerosolexperten empfohlene Trotec-Luftreiniger für Schulen, könnten helfen und für einen sicheren Präsenzunterricht in den Schulklassen sorgen. Viele Schulen haben ihre Klassenräume bereits im vergangenen Jahr mit TAC V+ Hochleistungsluftreinigern ausgestattet, um die indirekte Ansteckungsgefahr durch infektiöse Aerosole im Präsenzunterricht nahezu auszuschließen.

Die überwiegende Zahl der Schulen wird aber auch in diesem Herbst erneut auf die AHA+L-Formel (Abstand halten, Maske tragen und regelmäßiges Lüften) setzen. Dafür verantwortlich sind vielerorts die Entscheidungen weniger Personen, die nicht über die Fachkenntnis verfügen, die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen zu beurteilen. Statt der Empfehlung der Wissenschaft zu folgen, was bei mobilen Luftreinigern bedeuten würde, dass die Schulträger Geld zum Schutz der Kinder in die Hand nehmen müssten, wird aufgrund knapper Kassen und Unwissenheit auf Schutzmaßnahmen gesetzt, die laut Experten nur bedingt vor den Ansteckungsgefahren in Innenräumen schützen. Und im letzten Schuljahr zu zahlreichen Schulschließungen führten. Ausbaden müssen die Fehlentscheidungen indes alle Bürger und Betriebe einer Gemeinde. Spätestens dann, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz aufgrund eines punktuellen Infektionsgeschehens an einer Schule stark ansteigt und dadurch die Corona-Maßnahmen verschärft werden.

Corona-Ausbruch in Schule führt in Salzgitter zu Rekord-Inzidenz – Bürgern und Unternehmen droht eine erneut Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen

So geschehen in Salzgitter: Die höchste bundesweite Inzidenz hat derzeit die Stadt Salzgitter in Niedersachsen mit 68,1. Das ist der höchste Wert, den das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag in Deutschland verzeichnete. Hält sich die Inzidenz-Marke an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 50, gelten in Salzgitter erneut strengere Corona-Regeln für viele Bereiche des täglichen Lebens. Die Folge wären Kontaktbeschränkungen für bestimmte Treffen im öffentlichen Raum, die Gastronomie müsste erneut die Daten ihrer Gäste erfassen und Freizeiteinrichtungen dürften erneut nur mit einem Negativ-Test genutzt werden.

Auch in der Stadt Bonn sorgen die steigenden Infektionszahlen für Sorgenfalten bei den Gewerbetreibenden. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 36,1 am zweiten Tag in Folge steuert auch Bonn auf die nächste Stufe der NRW-Coronaschutzverordnung zu und damit einhergehend auf zahlreiche Einschränkungen im Alltag. Eine erneute Verschärfung der Corona-Regeln würde insbesondere die ohnehin gebeutelte Gastronomiebetriebe hart treffen, die sich noch nicht von den letzten Umsatzeinbußen des vergangenen Jahres erholen konnte.

Wiederholt sich das Schulchaos aus dem vergangenen Jahr?

Eltern Schüler und Lehrer wollen Antworten. Das Verbrauchermagazin WISO hat sie gesucht und am 26. Juli 2021 über die aktuelle Situation an den Schulen berichtet.

Ausschnitt aus der WISO-Sendung vom 26. Juli 2021:

Die letzten zwei Corona-Schuljahre waren anstrengend für Ianus und Moja aus Köln. Die Geschwister besuchen ein Kölner Gymnasium und mussten im vergangen Jahr häufig bei offenem Fenster frieren: „Es war schon sehr kalt, es war wie am Polarmeer.“, sagt Ianus Sander (13) im Interview mit WISO. „Man konnte sich nicht wirklich konzentrieren, auch wegen der ganzen Störungen, die immer aufgetaucht sind, weil man Lüften musste.“, ergänzt Schwester Moja und berichtet von regelmäßigen Verteilungskämpfen um wärmende Decken.

Mutter Simone Sander, praktizierende Zahnärztin mit eigener Praxis in Köln, würde ihren Kindern diese Szenen im kommenden Winter gerne ersparen. Die engagierte Mutter setzt sich daher gemeinsam mit anderen Eltern für die Beschaffung von mobilen Luftreinigern für die Klassenräume des Gymnasiums ein. Ihre Zahnarztpraxis hat Sander bereits mit TAC V+ Hochleistungsluftreinigern von Trotec ausgestattet, die laut wissenschaftlicher Studien das Ansteckungsrisiko in Innenräumen stark senken können – mehr noch als die Fensterlüftung.

Mobile Luftreiniger für alle Schulklassen hat die Stadt Köln jedoch lange Zeit abgelehnt. Sanders Eindruck: „Die Generationen, die jetzt groß werden, da wird nichts gemacht. Garnichts.“
Die Verantwortlichen in Köln und bundesweit begründen ihre ablehnende Haltung gegenüber mobilen Luftreinigern mit der Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA). Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske, Professor im Umweltbundesamt, hält mobile Luftreiniger zwar für prinzipiell wirksam und sagte erst kürzlich in einem Interview mit dem Handelsblatt: „Natürlich helfen mobile Luftfilter gegen Viren, wenn es sich um geprüfte Geräte handelt und sie richtig im Klassenraum aufgestellt sind.“ Allerdings würden die mobilen Geräte die Raumluft nicht erneuern und auch keine Feuchtigkeit oder Kohlendioxid aus der Raumluft abtransportieren.

Lüften oder Luftreiniger? „Da werden Äpfel mit Birnen verglichen“

Manch einer reibt sich bei dieser Argumentation verwundert die Augen. „Da werden Äpfel mit Birnen verglichen“, heißt es in der Kritik eines Stadtelternrat. Mobile Raumluftreiniger wie der TAC V+ waren nie dazu gedacht, die Frischluftzufuhr im Raum zu ersetzen. HEPA-Luftreiniger werden zum Gesundheitsschutz und zur Beseitigung infektiöser Aerosole in der Raumluft entwickelt. Die Geräte filtern Viren wie SARS-CoV-2 oder das Influenzavirus zu 99,995 % aus der Raumluft und gewährleisten so einen nachweislich hohe Schutz vor einer indirekten Ansteckung mit dem Virus. Natürlich beseitigen mobile Luftreiniger nicht die Feuchtigkeit aus der Raumluft. Aber das erwartet auch niemand von einer Lösung, die vor einem krankmachenden Virus schützen soll. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, Klimaanlagen in Büroräumen oder Schulen abzulehnen, weil diese nicht gleichzeitig vor krankmachenden Viren schützen.

Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) fordert im Richtungsstreit um Lüften oder Luftreinigung eine Abkehr vom „Entweder-oder“ und hin zum „ Sowohl-als-auch“. Den besten Schutz, so lautet das Fazit eines DFG-Positionspapiers, bietet die Kombination aus verschiedenen Maßnahmen zur Verhinderung von direkten Infektionen – also die Einhaltung der AHA-Regeln (Kontaktvermeidung, Abstandsregeln, Masken) und Aerosol-Schutzwänden, sowie Maßnahmen zur Verhinderung von indirekten Infektionen, also Lüften, effiziente mobile Raumluftreiniger und geeignete Masken.

Nur eine Kombination aller Werkzeuge garantiere den beteiligten Fachleuten zufolge eine hohe Sicherheit bei möglichst geringen Einschränkungen in Alltag und Lebensqualität.

Wie steht es um die Ausstattung der Klassenräume mit mobilen Luftfiltern?

Wie großzügig mobile Luftreiniger für Klassenräume beschafft wurden, variiert von Bundesland zu Bundesland. In Bremen sind mehr als die Hälfte der Klassenräume mit mobilen Luftreinigern ausgestattet, in Berlin rund ein Drittel. In vielen anderen Ländern noch weniger.

Quelle: WISO, 26. Juli 2021

Förderprogramme sollen Beschaffung von mobilen Luftreinigern beschleunigen

Mit Blick auf die steigende Verbreitung der Delta-Virusvariante gerät die Politik nun unter Zugzwang. Um die Schulträger bei der Anschaffung von geeigneten Luftreinigern finanziell zu unterstützen, haben Bund und Länder eigens Förderprogramme aufgelegt, mit denen einzelne Bundesländer die Hälfte der Kosten übernehmen. Nordrhein-Westfalen übernimmt sogar 100 Prozent der Anschaffungskosten geeigneter Raumluftreiniger.

Die Förderprogramme scheinen zu wirken. Nach viel Druck der Elternschaft und mit der finanziellen Unterstützung durch die Förderprogramme will nun auch die Stadt Köln für alle Klassen- und Kita-Räume mobile Luftreiniger beschaffen. Jens Dreisbach, Mitglied in der Kölner Elterninitiative für Luftfilter in Schulen und Kitas, bleibt skeptisch. Er befürchtet, dass die Geräte aufgrund langwieriger Ausschreibungsprozesse wenn überhaupt erst sehr spät und für diesen Herbst zu spät in die Schulen und Kitas kommen. Erschwerend hinzu kommen Lieferengpässe bei vielen Filterherstellern, sollten jetzt – kurz vor Ende der Sommerferien – viele Bestellungen auf einmal bei den Herstellern eingehen.

Trotec verspricht Schulen eine schnelle Lieferung der bestellen Geräte

Trotec hat seine Produktionskapazitäten der stark gestiegenen Nachfrage angepasst. „Wir lassen nichts unversucht und tun alles Menschenmögliche, um die dauerhaft hohe Nachfrage nach unseren TAC V+ Hochleistungsluftreinigern in kürzester Zeit zu bedienen.“, sagt Jochem Weingartz, Produktmanager bei Trotec. Es sei vorhersehbar gewesen, dass viele Schulen Luftreiniger erst auf den letzten Drücker bestellen. Daher hat sich Trotec bereits frühzeitig darauf vorbereitet und zusätzliche Produktionskapazitäten geschaffen, um möglichst vielen Kindern nach den Sommerferien einen sicheren Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Erhältlich sind die mobil einsetzbaren Hochleistungsluftreiniger der TAC-Serie in mehreren Farben und Ausstattungsvarianten im Trotec-Shop.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu unseren technischen Infektionsschutz-Lösungen:

Trotec GmbH, Herr Jochem Weingartz
Telefon: +49 2452 962-137, jochem.weingartz@trotec.com

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