Alles nur heiße Luft? Warum das Umweltbundesamt und die Regierung den Einsatz von Luftreinigern in Schulen trotz wissenschaftlicher Empfehlung wirklich ablehnen …

Das Umweltbundesamt (UBA) spricht sich als Berater der Bundesregierung für regelmäßiges Lüften mit offenen Fenstern aus, um das für Teile der Bevölkerung lebensbedrohliche Coronavirus SARS-CoV-2 sprichwörtlich aus dem Fenster zu jagen. Eine antiquiert anmutende Empfehlung hinsichtlich der wissenschaftlich bewiesenen Wirkung von Hochleistungsluftreinigern, mit denen sich die Virenlast in geschlossenen Räumen nachweislich und in einer kontrollierten Art und Weise auf ein geringes Niveau senken lässt. Selbst im Landtag Nordrhein-Westfalen mag man der Lüftungsempfehlung des Umweltbundesamtes nicht so richtig folgen wollen. Dort sorgen mehr als 40 TAC V+ Hochleistungsluftreiniger von Trotec für den Schutz der Abgeordneten, Besucher und Gäste.

Und dennoch: In der aktuellen Leitlinie zum Schulbetrieb in der Corona-Pandemie, vorgestellt von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, spielen Luftreiniger keine wesentliche Rolle. Festgestellt wird lediglich: „Hohe Kosten bei Anschaffung, Unterhalt, Wartung und Entsorgung. Machbarkeitsprobleme, insbesondere hinsichtlich fachgerechter Installation und Wartung. Beeinträchtigung von Lehrqualität und Bildungserfolg sowie Gesundheit durch Lärm. Hoher Ressourcenverbrauch.“

Lüften ist nicht so einfach, wie es scheint

So verlockend einfach die Empfehlung, regelmäßig zu lüften, auch klingen mag – so einfach lässt sich der Covid-19-Erreger in der Praxis nicht kleinkriegen.

Der erhoffte Lüftungserfolg mit offenen Fenstern stellt sich nur dann ein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Es muss ein ausreichendes Temperaturunterschied zwischen der Innen- und Außenluft bestehen oder der Wind draußen kräftig wehen. Andernfalls findet kein ausreichender Luftaustausch statt.
  2. Für die empfohlene Querlüftung müssen gegenüberliegende Fenster weit geöffnet werden. Andernfalls ist nur eine Stoßlüftung (offene Fenster auf einer Raumseite) oder gar Spaltlüftung (Fenster in Kippstellung) möglich, was ebenfalls zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Luftwechsels führt.

Zudem hat die Fensterlüftung nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Die zu lüftenden Räume kühlen im Winter durch regelmäßig geöffnete Fenster aus. Die Kinder im Raum frieren und das Wohlbefinden sackt in den Keller. Ferner wird der Unterricht ständig unterbrochen, weil die Personen im Raum zusätzliche Arbeit leisten, um die Fenster zu betätigen.

Klare K.-O.-Kriterien, die gegen die Lüftung als Corona-Schutz sprechen!

Spätestens im Sommer, wenn es draußen heiß und in den Klassenräumen warm wird, kommt die Fensterlüftung praktisch zum Erliegen. Aber bereits jetzt ist die Lüftung mit offenen Fenstern in vielen Schulen nur bedingt umsetzbar, weil sich die Fenster aufgrund fehlender Griffe und Unfallverhütungsvorschriften entweder nicht oder nur einen Spalt weit öffnen lassen. Und dennoch – das Bildungsministerium hält an den Lüftungsempfehlungen fest. Wider besseres Wissen, denn mittlerweile haben mehrere Wissenschaftler in voneinander unabhängigen Studien die Probleme der Fensterlüftung belegt und zugleich nachgewiesen, dass geeignete Luftreiniger wie der TAC V+ von Trotec dem passiven Lüften beim Infektionsschutz weit überlegen sind.

Wissenschaft bestätigt die Vorteile der Luftreinigung

In nur 6-15 Minuten lässt sich die Virenlast in einem 80 m² großen Klassenraum mit einem TAC V+ Hochleistungsluftreiniger der Filterklasse HEPA (H14) halbieren. In kleineren Räumen erfolgt die Halbierung sogar bereits nach 3 Minuten. Nachgewiesen hat dies Professor Dr. Christian Kähler von der Universität der Bundeswehr München. Wissenschaftler der Goethe-Universität kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Selbst mehrere kleinere Luftreiniger der Filterklasse HEPA (H13) sind in der Lage, die Aerosolkonzentration in einem Klassenzimmer in einer halben Stunde um 90 Prozent zu senken. Beide Forscherteams empfehlen aus wissenschaftlicher Sicht den Einsatz von geeigneten und ausreichend dimensionierten Luftreinigern in Schulen.

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) warnt sogar davor, sich beim Schutz der Kinder in den Klassenräumen ausschließlich auf die AHA-Regeln + L (Lüften) zu verlassen. Der Einsatz technischer Geräte zur Belüftung (Luftreiniger) sei dem Lüften mit offenen Fenstern weit überlegen. Die Luftreinigung mit mobilen Raumluftreinigern ist unabhängig von der Anzahl und Art der Fenster sowie der Temperaturen planbar, während bei der Fensterlüftung niemand mit Bestimmtheit sagen kann, ob ein ausreichender Luftaustausch stattfindet.

Die vermeintlich gegen Luftreiniger sprechenden Argumente sind ebenso einfach zu entkräften wie die offensichtlichen Probleme der Fensterlüftung:

Luftreiniger sollen gesundheitsgefährdenden Lärm erzeugen?

Diese Aussage ist in etwa so zutreffend wie die Behauptung, dass alle Autos Spritfresser sind. Lässt man unterdimensionierte Geräte unter Volllast dauerhaft die Luft eines Raumes filtern, dann darf man sich über die Geräusche des hart arbeitenden Gerätes nicht wundern. Setzt man hingegen einen TAC V+ Hochleistungsluftreiniger mit Schallschutzhabe ein, der die Luft selbst in großen Räumen nur mit mittlerer Leistung und somit geringer Geräuschentwicklung filtert, wird man ihn im Unterricht kaum wahrnehmen.

Hoher Ressourcenverbrauch?

Zahlreiche Untersuchungen haben die Kosten der Luftreinigung mit den Folgekosten der Lüftung verglichen. Die höheren Heizkosten – verursacht durch ausgekühlte Räume – übersteigen bei Weitem die Stromkosten der Geräte. Nicht selten verbrauchen veraltete technische Geräte in Schulen sogar mehr Energie als moderne Luftreiniger wie Trotec-Luftreiniger der TAC-Serie mit stromsparender Ventilationstechnik. Das sollte die Bundesregierung eigentlich auch wissen, immerhin fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) energiesparende Querschnittstechnologien (effiziente Ventilatoren/Steuerungen/Sensoren zur Reduktion von Energieverbrauch). Mit der zunehmenden Anzahl von Förderanträgen für entsprechende Luftreiniger wurden diese jedoch von der BAFA aus der zugrunde liegenden Förderrichtlinie gestrichen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Fachgerechte Installation?

Professor Dr. Christian Kähler hat die Bedienung des von ihm in seinen Studien eingesetzten TAC V+ Luftreinigers wie folgt umschrieben: „Wenn Sie einen Föhn bedienen können, gelingt Ihnen das damit auch.“ Luftreiniger erfordern weder ein Ingenieursstudium noch technische Kenntnisse. Auspacken, Stecker in die Steckdose, Volumenstrom je nach Raumgröße einstellen, Startknopf drücken – fertig. Plug & Play einsetzbar!

Umweltbundesamt hält trotz aller Kritik an Lüftungsempfehlung fest

Trotz der nicht abnehmenden Kritik am Lüften und der unbestreitbaren Vorteile der mobilen Raumluftreiniger bleibt die Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) des Umweltbundesamts bei ihrem Standpunkt und verteidigt das Lüften gegen eine Forderung, die so nie in den Raum gestellt wurde: „Die IRK hält den Einsatz von mobilen Luftreinigern in Klassenräumen […] für nicht geeignet, da sie das aktive Lüften nicht ersetzen, sondern allenfalls in Einzelfällen flankieren können“, heißt es in einer UBA-Meldung vom 13. August 2020.

Weder die Elternverbände noch die Lehrergewerkschaften fordern, dass die Fenster in den Klassenräumen geschlossen bleiben sollen. Vielmehr werden Luftreiniger flächendeckend als Ergänzung zur Lüftung gefordert, um einen maximalen Schutz vor virenbehafteten Aerosolen in der Raum- und Atemluft der Klassenräume zu etablieren. Dass Luftreiniger dies leisten können, stellt selbst das Umweltbundesamt nicht infrage. Immerhin empfiehlt das Umweltbundesamt selbst den Einsatz geeigneter Geräte, wenn sich ein Klassenraum nur schlecht oder nicht mit offenen Fenstern belüften lässt.

Es bleibt also festzustellen:

  • Regelmäßiges Lüften kann virenbehaftete Aerosole aus den Klassezimmern befördern.
  • Mobile Luftreiniger senken das Ansteckungsrisiko in Schulen schneller und zuverlässiger.
  • Das Umweltbundesamt erkennt die Wirkung der Luftreinigung im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 an und empfiehlt diese für schlecht belüftete Räume.

Eine aktuelle Untersucht kommt zum Ergebnis, dass sich das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen durch die Kombination aus Lüftung und Luftreinigung um 73 % senken lässt. Wäre es da nicht naheliegend, diesen doppelten Schutz auch in den Schulen und Kitas umzusetzen?

„Lüften funktioniert nun mal am besten“, sagt UBA-Präsident Dirk Messner stoisch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Und ergänzt: Viele Menschen hofften in der Corona-Pandemie zwar auf technische Lösungen, Luftreiniger könnten aber dazu verführen, sich in falscher Sicherheit zu wiegen.

Oder anders ausgedrückt: Luftreiniger werden nicht empfohlen, weil man die Lehrkräfte für so dumm hält, dass sie das Lüften vergessen, sobald ein mobiler Luftreiniger im Raum steht.

Kein wirklich gutes Zeugnis für die Lehrerinnen und Lehrer, denen wir tagtäglich unsere Kinder anvertrauen, damit diese auf ihren weiteren Lebensweg vorbereitet werden.

Alles nur heiße Luft? Anfrage der FDP bringt wahre Ablehnungsgründe zu Tage

Die Bundestagsfaktion der Liberalen vermutet mehr als nur fachliche Gründe, warum sich die aktuelle Regierung mit solcher Vehemenz gegen den Einsatz von Luftreinigern ausspricht. Sie hat daher eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, um die Hintergründe der ablehnenden Haltung zu erfahren. Die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums ist bemerkenswert: „Das UBA hat […] sofort anwendbare Empfehlungen formuliert, deren Umsetzung nicht von der langwierigen, öffentlichen Beschaffung von ggf. sehr kostenintensiven Geräten abhängig ist, die nach der Pandemie unter Umständen nicht mehr benötigt werden. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das UBA den Einsatz von geeigneten Luftreinigungsgeräten nicht prinzipiell ablehnt.“

Konkret: Nicht Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit sprechen gegen die flächendeckende Ausstattung von Schulen mit geeigneten Luftreinigern. Vielmehr scheut die Regierung die Mühen und Kosten, die von Experten auf rund eine Milliarde Euro geschätzt werden, würde man alle Schulen mit mobilen Geräten ausstatten.

Zum Vergleich: Für die Stützung der vom Lockdown betroffenen Wirtschaft werden Hunderte Milliarden Euro in die Hand genommen. Alleine 9 Milliarden Euro wurden für die Rettung der Lufthansa ausgegeben – mit ungewissem Erfolg. Die Welt befindet sich nach wie vor im Würgegriff des Coronavirus und die Bundesregierung rät zur Eindämmung der Infektionszahlen von Flugreisen ab, wodurch auch die Touristikbranche mit dem Rücken zur Wand steht. In diesem Kontext erscheint eine Milliarde Euro für einen weitestgehend sicheren Schulbetrieb nahezu gering.

Offene Briefe und Online-Petitionen fordern Luftreiniger in Schulen

Dass es so nicht weitergehen kann und darf, sehen Tausende besorgte Eltern und Lehrer, die auf der Internetplattform openPetition eine Petition unterzeichneten. Gefordert wird Geld für den Schutz der Schülerinnen und Schüler an den Schulen – und nicht nur für die Wirtschaft und Behörden.

Am 3. März kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder erneut zusammen. Es bleibt abzuwarten, ob die Politik bei ihrem derzeitigen Kurs bleibt. Auch wenn sich die Politik derzeit noch nicht für den flächendeckenden Einsatz mobiler Luftreiniger in Klassenräumen ausspricht, fördern die Bundesländer die Anschaffung mobiler Luftreiniger für Schulen. Eine Übersicht aller Förderprogramme haben wir für Sie auf unserer Informationsseite „Förderprogramme für Luftreiniger“ zusammengestellt:

Kennen Sie schon unseren „Ratgeber für sicheren Schulunterricht“?

Informieren Sie sich in unserem Ratgeber für sicheren Schulunterricht, wie ein sicheres Hygienekonzept für Schulen realisiert werden kann. Der Ratgeber enthält ein „How-to“ für die Umsetzung empfohlener Hygienekonzepte für Schulen, wissenschaftlich belegte Fakten zu den Ansteckungsrisiken im Klassenzimmer sowie technische Lösungen, um das Ansteckungsrisiko im Unterricht auf ein Minimum zu reduzieren.

Laden Sie sich den Ratgeber als PDF-Dokument direkt hier herunter oder besuchen Sie unsere umfangreiche Informationsseite für Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen.

Der TAC V+ Hochleistungsluftreiniger hat sich bereits vielfach in der Praxis bewährt. Hier finden Sie zahlreiche Einsatz-Referenzen aus unterschiedlichen Branchen:

Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu unseren technischen Infektionsschutz-Lösungen:

Trotec GmbH, Herr Jochem Weingartz
Telefon: +49 2452 962-137, jochem.weingartz@trotec.com

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