Aerosolforscher Gerhard Scheuch bei Markus Lanz: Zwei Atemzüge im Aufzug reichen aus, um sich mit dem Coronavirus zu infizieren. TAC V+ Hochleistungsluftreiniger senken das Corona-Ansteckungsrisiko in Innenräumen

Die ersten deutschen Großstädte kehren zu einer Maskenpflicht beim Einkaufen zurück. In Dresden und Leipzig müssen in den Läden ab einer Inzidenz über 10 wieder Masken getragen werden. Auch in den Innenräumen von Restaurants, in Hotels, Messen und Volkshochschulen soll die Maske wieder aufgesetzt werden. Und die bundesweite Inzidenz steigt. Von Woche zu Woche. Ursächlich dafür sei die Delta-Variante sein, so die Meinung der Experten. Diese Corona-Mutation verbreite sich wesentlich schneller und aggressiver, als vorherige Corona-Mutationen.

Bereits ein kurzer Aufenthalt im menschenleeren Aufzug birgt ein hohes Infektionsrisiko, warnt Aerosolwissenschaftler Dr. Gerhard Scheuch.

Der Wissenschaftler berät seit 2020 das Robert Koch-Institut zur Rolle von Aerosolen in der Corona-Pandemie. In der ZDF-Talkshow Markus Lanz vom 27. Juli 2021 hat Gerhard Scheuch über das Ansteckungsrisiko des Coronavirus in Innenräumen aufgeklärt und den Nutzen mobiler Hochleistungsluftreiniger erläutert.

Auszug aus der Sendung vom 27. Juli 2021


Die komplette Sendung (01:15:36) finden Sie in der ZDF-Mediathek.

Der Hauptübertragungsweg des Coronavirus ist die Luft

Aerosole in der Raumluft gelten als Hauptüberträger des Coronavirus in Innenräumen. Masken und Visiere schützen zwar vor Tröpfchen. Aber wer sich gleichzeitig mit vielen Personen in einem Raum aufhält, atmet bereits nach wenigen Minuten Luft ein, die zuvor von anderen Personen ein- und wieder ausgeatmet wurde – und dadurch womöglich mit infektiösen Coronaviren belastet ist.

Dieses Verständnis der Infektionsgefahr fehlt jedoch in breiten Teilen der Bevölkerung, warnt Scheuch. Der Wissenschaftler verweist auf ein Positionspapier der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) zu den Corona-Infektionsgefahren, wonach höchstens 70 Prozent der Bevölkerung ausreichend über die Ansteckungsgefahr in der Raumluft informiert sind. Rund 30 Prozent wähnen sich mit der Einhaltung nicht ausreichender Schutzmaßnahmen irrtümlich in Sicherheit und stecken sich und andere dadurch mit dem Coronavirus an. Erst „wenn wir verstehen, wie diese Transmission – die Übertragung – funktioniert, dann können wir handeln“, so Scheuch. Während über Partys im Park, Konzerte und volle Fußballstadion diskutiert wird, verbreitet sich das Coronavirus vielerorts unkontrolliert in Innenräumen und infiziert dort Personen, selbst wenn man den Raum alleine betritt.

Infektionsgefahr im Aufzug: 400.000 Viren pro Atemzug

Um die Ansteckungsgefahr in Innenräumen zu verdeutlichen, greift Scheuch die Infektionsgefahr im Fahrstuhl auf: „Das ist ein Raum, der hat nur ein, zwei Kubikmeter. Wenn ich da also meine 400.000 Viren – wenn ich jetzt Infizierter bin – pro Atemzug hinterlasse, dann kann natürlich jemand, der anschließend in diesen Aufzug einsteigt, sich infizieren.“ Denn im Gegensatz zur Luft im Freien, wo ausgeatmete Aerosole buchstäblich in Windeseile verweht werden, schweben die Aerosole in Innenräumen mitunter mehrere Stunden in der Raumluft – und werden unbemerkt eingeatmet. Aus China ist ein Fall bekannt, wo sich in einem Bürogebäude 71 Personen mit dem Coronavirus angesteckt haben, ohne persönlichen Kontakt mit einer infizierten Person gehabt zu haben. Die Ansteckungen erfolgten alle durch die Nutzung des Aufzugs.

Was viele Menschen nicht wissen: Eine mit dem Coronavirus infizierte Person kann mehrere hunderttausend Viren pro Minute ausatmen. „Jetzt mit der Delta-Variante kann es sein – wir wissen, dass sie noch ansteckender ist – könnte es noch mehr sein“, erläutert Scheuch die besondere Gefahr der Delta-Variante. Nutzt eine infizierte Person einen Aufzug, befinden sich selbst nach kurzer Fahrt rund 200 Viren je Liter Luft im Aufzug. Scheuch rechnet vor: Da reichen bei der nächsten Personen im Fahrstuhl bereits zwei Atemzüge (der Mensch atmet durchschnittlich ca. 1 Liter Luft je Atemzug ein) aus, um 400 Viren zu inhalieren. „Wir wissen, dass etwa 400 Viren eine Infektion auslösen können. Das heißt, der kann sich mit zwei Atemzügen in so einem Aufzug anstecken, obwohl er überhaupt keinen Menschen trifft“, so Gerhard Scheuch.

Aerosolwolken können bis zu mehrere Stunden in der Raumluft stehen, warnt der Wissenschaftler eindringlich. Das gilt für alle geschlossenen Räume, egal ob Aufzug, öffentliche Toilette, Büroraum oder Restaurant. Und da müsse man die Menschen vor den Gefahren einer Infektion schützen – nicht im Freien, fordert Scheuch: „Das sind Gefahrenherde. Die sind viel gefährlicher als das Fußballstadion.“

Der Wissenschaftler plädiert dafür, alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge zu nutzen und einzusetzen, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Diskussion „entweder Lüften“ oder „Masken“ oder „mobile Luftreiniger“ sei nicht zielführend. Vielmehr müsse man alle Schutzmaßnahmen kombinieren, um einen bestmöglichen Schutz vor dem Coronavirus zu ermöglichen. Sowohl regelmäßiges Lüften – aber ebenso die technische Luftreinigung mit hochwirksamen HEPA-Filtern, um die Virenlast in Innenräumen auf ein ungefährliches Niveau zu senken.

TAC V+ Hochleistungsluftreiniger senken das Ansteckungsrisiko durch Aerosole

Wie wirksam mobile TAC V+ Hochleistungsluftreiniger die Virenlast in einem geschlossenen Raum reduzieren können, hat Aerosolforscher Professor Christian Kähler in zahlreichen Studien untersucht. Der Wissenschaftler erforscht an der Universität der Bundeswehr München, wie sich Aerosole und damit Viren durch geeignete Raumluftreiniger aus der Raumluft filtern lassen, um einen bestmöglichen Infektionsschutz in Innenräumen zu erreichen. Der Münchner Universitätsprofessor hat in seinen Studien nachgewiesen, dass mobile TAC V+ Hochleistungsluftreiniger mit HEPA-Filter der Filterklasse H14 (zertifiziert nach EN 1822) die Virenlast in einem Raum binnen zehn Minuten auf die Hälfte und nach einer halben Stunde auf unter zehn Prozent senken und dauerhaft auf einem niedrigen Niveau halten können. Möglich macht dies die gleichermaßen hohe Luft- und Filterleistung der TAC-Luftreinigungstechnologie.

Welche Raumluftreiniger sind zur Virenreduktion geeignet?

Die Deutsche Forschungsgesellschaft präzisiert in ihrem Positionspapier Empfehlungen für mobile Raumluftreiniger und stützt sich dabei auf die Forschungsergebnisse von Professor Christian Kähler.

„Die mobilen Raumluftreiniger sollten bei mittleren Raumgrößen (ca. 60‒100 m²) und einer maximalen Personenbelegung wie in Klassenräumen in der Lage sein, mindestens das 6- Fache des Raumvolumens pro Stunde zu filtern. Bei kleineren Räumen müssen aufgrund des geringeren Raumvolumens höhere Luftwechselraten sichergestellt sein. Bei großen Räumen (Kirchen, großen Geschäften, Empfangshallen) sind geringere Luftwechselraten ausreichend. Mobile Raumluftreiniger sollten über Filter der Klasse H13 oder H14 verfügen und leiser sein als der natürliche Lärmpegel im Raum (möglichst leiser als 50 dB(A) beim erforderlichen Volumenstrom entsprechend der Raumgröße), damit sie einen ausreichenden Schutz bieten und nicht abgeschaltet werden. Es ist oft sinnvoll, ein Gerät mit höherer Leistung auf niedrigerer Stufe zu betreiben als ein kleines Gerät auf maximaler Leistung, da das größere Gerät bei gleichem Volumenstrom deutlich leiser ist als ein kleines.“

Sogar noch übertroffen werden diese Leistungswerte vom mobilen Hochleistungsluftreiniger TAC V+, den auch Christian Kähler in seinen Studien einsetzt und dessen Wirksamkeit bereits in zahlreichen Pilotprojekten in Schulen, Restaurants und Hörsälen unter Beweis gestellt wurde.

Erhältlich sind die mobil einsetzbaren Hochleistungsluftreiniger der TAC-Serie in mehreren Farben und Ausstattungsvarianten im Trotec-Shop.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu unseren technischen Infektionsschutz-Lösungen:

Trotec GmbH, Herr Jochem Weingartz
Telefon: +49 2452 962-137, jochem.weingartz@trotec.com

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