Schule und Corona: Mögliche Schutzkonzepte für sichere Klassenzimmer

In geschlossenen Räumen gelten virenbehaftete Aerosolpartikel als Hauptüberträger des Coronavirus. Dr. Thomas Voshaar, Lungenarzt und medizinischer Berater von Jens Spahn, schätzt den Anteil der Aerosolinfektionen am gesamten Infektionsgeschehen auf rund 80 Prozent. Nur ein geringer Teil der Infektionen erfolgt durch den direkten Kontakt oder größere Tröpfchen.

Aerosole gelten mit einem Anteil von 80 Prozent als Hauptübertragungsweg des Coronavirus SARS CoV-2

Ein Aerosol ist ein gasförmiges Gemisch, das bei erkrankten Personen virenbehaftete Partikel enthält. Diese winzig kleinen Schwebeteilchen werden in der Lunge produziert und vorwiegend beim Atmen wie auch beim Sprechen in den Raum freigesetzt. Während größere Tröpfchen aufgrund ihres Gewichts bereits nach ca. 1,5 Metern zu Boden sinken, schweben die leichten Aerosolteilchen aufgrund ihrer geringen Größe (ca. 0,1-0,3 µm) mehrere Stunden in der Raumluft, breiten sich aus und werden selbst viele Meter entfernt unbemerkt eingeatmet. Entscheidend für die Ansteckungsgefahr auch in Klassenzimmern ist demnach die Menge an virenbehafteten Aerosolpartikeln in der Raumluft.

Im Gegensatz zur Luft im Freien, wo Aerosolegemische durch die Luftbewegung mit sauberer Frischluft verdünnt und verweht werden, steigt die Aerosolkonzentration in unzureichend belüfteten Klassenräumen fortwährend an – alleine durch die Atmung der Schülerinnen und Schüler. Beim Husten oder Niesen vervielfacht sich die Anzahl der ausgestoßenen Aerosole.

Kultusminister: Lüften soll vor virenbehafteten Aerosolpartikel schützen

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-SoV-2 durch Aerosole in den Klassenräumen zu verringern, empfehlen die Kultusminister und das Umweltbundesamt regelmäßiges Lüften. Die Schulen sind angehalten, alle 20 Minuten die Fenster für rund 3-5 Minuten zum Stoßlüften zu öffnen, um einen ausreichenden Luftaustausch zu gewähren. Eine Maßnahme, die nicht nur hinsichtlich der kalten Außentemperaturen im Winter für erstauntes Kopfschütteln der Experten, Häme aus dem Ausland und harsche Kritik der Eltern- und Lehrerverbände sorgt.

Es gibt bessere und günstigere Schutzkonzepte, führen die Kritiker der Fensterlüftung an und verweisen auf Länder wie Schweden, wo fast alle Klassenzimmer mit Raumluftreinigern wie dem mobilen Hochleistungsluftreiniger TAC V+ ausgestattet sind. Aber es geht nicht nur um die Frage „Lüftung vs. Luftreiniger“. Auch das für und wider einer Maskenpflicht an Schulen wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Wenn sich die Kultusminister, die Elternverbände, der Philologenverband und die Wissenschaftler in einem Punkt einig sind, dann in dem, dass Uneinigkeit herrscht, welches der möglichen Schutzkonzepte einen sicheren Schulunterricht im Winter gewährleisten kann.

Mögliche Schutzkonzepte in Klassenzimmern

Raumlufttechnische Anlagen (RTL-Anlagen)
Lüftungsanlagen versorgen die Klassenräume mit einem gewissen Anteil an Frischluft. Allerdings verfügen insbesondere ältere Schulen über keine zentrale Lüftungsanlage. Im Winter laufen derartige Anlagen meist nur im Umluftbetrieb, da die kalte Außenluft zu Beschädigungen an der Anlage führen würde.

Im Umluftbetrieb wird eine Lüftungsanlage zur Virenschleuder. Infektiöse Aerosolpartikel werden schneller und weiter im Raum verteilt.

Fenster- und Querlüftung
Offene Fenster sorgen für einen Luftaustausch. Frische Außenluft gelangt in die Klasse und verdünnt die belastete Raumluft. Werden gegenüberliegende Fenster zeitgleich geöffnet, erfolgt der Luftaustausch schneller und effizienter.

Die meisten Schulklassen verfügen nur einseitig über Fenster und diese lassen sich oftmals sogar nur kippen und nicht komplett öffnen.

CO2-Ampel
Eine CO2-Ampel misst den CO2-Gehalt in der Raumluft und signalisiert den Zeitpunkt der notwendigen Lüftung.

CO2 ist kein Indikator für eine mögliche Virenbelastung in der Raumluft. Die Virenlast kann selbst bei einer geringen CO2-Konzentration hoch sein und umgekehrt.

Abstandsregeln
Ein großzügiger Sicherheitsabstand von mindestens 3 Metern schützt vor einer direkten Infektion durch Tröpfchen.

Oftmals lassen sich Sicherheitsabstände in den Klassen aufgrund der Raumgröße nicht umsetzen. Der direkte Tischnachbar befindet sich immer innerhalb des Sicherheitsabstandes.

FFP2/FFP3-Maskenpflicht
Partikelfiltrierende Masken (FFP2 oder FFP3-Masken) können den Träger vor der Einatmung infektiöser Aerosole schützen. Allerdings ist das Tragen dieser Masken auf Dauer unangenehm, da der Atemwiderstand die Atmung erschwert.

FFP2 oder FFP3-Masken sind vergleichsweise teuer. Pro Schüler/in entstehen pro Jahr Kosten in Höhe von rund 800 Euro.

Raumluftreiniger
Mobile Raumluftreiniger filtern Viren aus der Raumluft und verringern das Infektionsrisiko innerhalb kürzester Zeit.

Nur wenige Schulen verfügen über die Mittel, um alle Klassenräume mit Luftreinigern auszustatten. Die Schulträger verweisen auf die Empfehlungen der Kultusminister und geben keine Mittel frei.

Schutzwand aus Plexiglas
Schützt vor direkter Infektion des Sitznachbarn. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist während des Unterrichts nicht mehr erforderlich.

Vergleichsweise günstige Einmalkosten im Vergleich zu den dauerhaften Kosten für geeignete Masken.

Wissenschaft empfiehlt Schulen den Einsatz von Luftreinigern

„Wer ausschließlich aufs Lüften setzen, wird keinen Erfolg haben“, mahnt Professor Christian Kähler, „das funktioniert schon rein physikalisch nicht“. Kähler ist ein internationaler Experte für die Erzeugung, Verdunstung, Ausbreitung und Vermischung von Aerosolen im Raum. Um einen ausreichenden Luftaustausch durch geöffnete Fenster zu realisieren, beschreibt Kähler das Problem der Fensterlüftung, müsse draußen entweder ein erheblicher Wind herrschen. Oder es müsse ein deutlicher Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen bestehen, „das funktioniert aber nur ein paar Minuten, dann ist der Raum so stark abgekühlt, dass kaum noch ein Luftaustausch stattfindet“. Genau das habe er auch den Kultusministern bei ihrer Sondersitzung zu den Schulen erklärt, sagt Kähler mit Blick auf die Lüftungsempfehlungen der Kultusministerkonferenz.

Prof. Dr. Kähler: „Lüften ist eine der teuersten Lösungen überhaupt“

Permanentes Stoßlüften führt zu ausgekühlten Klassenzimmern und Schulgebäuden. Die Energiekosten steigen – obwohl die Heizungsenergie ungenutzt durchs Fenster entweicht. „Lüften ist keine billige Lösung für den Präsenzunterricht, sondern eine der teuersten Lösungen überhaupt“, sagt Christian Kähler. Bereits eine erkrankte Person verursacht erhebliche Kosten. Eine aktuelle Auswertung der AOK und BARMER Krankenkasse ergab, dass die Fallkosten einer Covid-19-Erkrankung im fünfstelligen Bereich liegen. Etwaige Folgeschäden sind dabei noch unberücksichtigt. Demnach kostet die Behandlung eines Covid-19-Patineten im Schnitt 10.700 Euro, bei schweren Verläufen gar 38.500 Euro.

In seiner jüngsten Studie „Schulunterricht während der SARS-CoV-2 Pandemie ‒ Welches Konzept ist sicher, realisierbar und ökologisch vertretbar?“ hat Christian Kähler ein eigenes Schutzkonzept vorgestellt, wie der Präsenzunterricht an Schulen auch im Winter maximal infektionssicher gestaltet werden könne. Kähler empfiehlt mobile Luftreiniger wie den TAC V+ Hochleistungsluftreiniger in jedem Klassenzimmer und zusätzlich Trennwände aus Plexiglas zwischen den Sitzplätzen der Schülerinnen und Schüler.

Dass geeignete Raumluftreiniger einen hohen Schutz vor der indirekten Infektion durch Aerosole bieten, hat Kähler in seiner Studie „Können mobile Raumluftreiniger eine indirekte SARS-CoV-2 Infektionsgefahr durch Aerosole wirksam reduzieren?“ bereits belegt. Als Referenzgerät diente ein TAC Hochleistungsluftreiniger von Trotec.

Halbierung der Aerosolkonzentration erfolgt in wenigen Minuten

Der schnellste Weg um Klassenräume sicher zu machen, sind laut Christian Kähler Hochleistungsluftreiniger wie der in seinen Studien eingesetzte TAC V+. Dieser mobile Raumluftreiniger kann in jedem Klassenzimmer eingesetzt werden, unabhängig davon, ob eine Lüftungsanlage installiert ist oder nicht. In seinen Studien kommt Kähler zum Schluss, dass ein Hochleistungsluftreiniger TAC V+ Aerosolpartikel bis auf eine Größe von 0,1 bis 0,3 Mikrometern sehr zuverlässig ausfiltern kann. In einem 80 m² großen Raum halbiert der Hochleistungsluftreiner TAC V+ die luftgetragene Virenlast nachweislich innerhalb von 6 Minuten. In kleineren Räumen erfolgt die Halbierung der Aerosolkonzentration bereits nach 3 Minuten.

Wichtig sei jedoch, so Kähler in seinen Ausführungen, dass die Geräte bestimmte Anforderungen an die Luftleistung und Filterqualität erfüllen.

Zur sicheren Virenfilterung müssen Luftreiniger drei Grundvoraussetzungen erfüllen:

1. Der Volumenstrom des Luftreinigers muss ausreichend dimensioniert sein, um mindestens einen sechsfachen Luftwechsel pro Stunde zu ermöglichen. Nur so kann eine minutenschnelle Senkung der Aerosolkonzentration im Raum sichergestellt werden. Hochleistungsluftreiniger wie der TAC V+ ermöglichen sogar einen bis zu 16-fachen Luftwechsel pro Stunde und bieten somit ein noch höheres Schutzniveau, beispielsweise für Risikopatienten in Arztpraxen, auf Krankenstationen oder in Pflegeheimen.

2. Der eingesetzte Filter muss nach der DIN EN 1822 zertifiziert sein. Ausschließlich H14-HEPA-Hochleistungsfilter nach EN 1822, wie sie auch im TAC V+ zum Einsatz kommen, können selbst kleine, virenbehaftete Aerosole (0,1-0,3 µm) aus der Raumluft filtern, und zwar zu 99,995 %. Damit haben H14-HEPA-Filter bereits eine 10-fach höhere Filterleistung als H13-HEPA-Filter, deren Filterleistung im Größenbereich von Bakterien zwar noch vergleichbar gut ist. Signifikante Unterschiede gibt es jedoch im sogenannten MPPS-Bereich (Most Penetrating Particle Size), also bei der Ausfilterung von Viren und Aerosolen. Hier rät die Projektgruppe Labortechnik (ELATEC) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in ihrer Stellungnahme zum Thema „Einsatz von HEPA-Filtern in Raumlufttechnischen Anlagen (Beschluss 16/2010)“ ausdrücklich: „Die HEPA-Filter sollten mindestens der Klasse H14 nach DIN EN 1822-1 entsprechen.“

3. Der Luftreiniger muss hinreichend geräuscharm sein, damit er im Betrieb bzw. Unterricht nicht stört. Denn stört der Lärm, dann besteht die Gefahr, dass das Gerät entweder abgeschaltet oder nicht mit dem erforderlichen Volumenstrom betrieben wird. Eine hohe Sicherheit vor einer indirekten SARS-CoV-2 Infektion ist dann nicht mehr gegeben. Daher verfügt der Hochleistungsluftreiniger TAC V+ über eine geräuschdämmende Schallschutzhaube, die ihn zum leisesten Gerät seiner Leistungsklasse macht.

Mit der optional erhältlichen Schallschutzhaube ist der TAC V+ Hochleistungsluftreiniger noch leiser:

Sogar noch übertroffen werden diese von Prof Kähler definierten Kriterien vom mobilen Hochleistungsluftreiniger TAC V+. Entwickelt und gefertigt wird das Gerät in Deutschland (Heinsberg) – ausgeliefert wird es in die ganze Welt.

Zahlreiche Schulen wie das Obermenzinger Gymnasium setzen den Hochleistungsluftreiniger TAC V+ bereits erfolgreich im Schulbetrieb ein.

Eine sichere Investition in Gesundheit und Produktivität

Der Hochleistungsluftreiniger TAC V+ ermöglicht eine sichere und unkomplizierte Rückkehr zur Normalität im täglichen Miteinander – trotz Corona. Aber auch bei den jährlich wiederkehrenden Grippewellen kann der Hochleistungsluftreiniger wirksam vor einer aerogenen Infektion mit Influenzaviren schützen. Die vergleichsweise geringen Investitionskosten werden durch die Vorteile eines maximalen Infektionsschutzes aufgehoben.

Erhältlich ist der mobile Hochleistungs-Luftreiniger TAC V+ in mehreren Farben und Ausstattungsvarianten zum Preis ab 4.286,20 € im Trotec-Shop sowie im stationären Trotec-Store in Heinsberg.

Besuchen Sie uns im Heinsberger Trotec-Store

Wenn auch Sie mehr über die neuartige Luftreinigungstechnik des TAC V+ erfahren möchten, besuchen Sie uns gerne in unserem Heinsberger Trotec-Store. Hier erfahren Sie aus erster Hand, wie sich das Corona-Ansteckungsrisiko durch den Einsatz des Luftreinigers TAC V+ nahezu auf null reduzieren lässt.

Trotec GmbH, Herr Jochem Weingartz
Telefon: +49 2452 962-137, jochem.weingartz@trotec.com

Trotec STORE
Industriestraße 56
52525 Heinsberg

Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 9:00 – 18:00 Uhr | Samstag: 9:00 – 16:00 Uhr

Ihre Anfahrt zum Trotec STORE:
Der Trotec STORE befindet sich besonders verkehrsgünstig und gut erreichbar an der Kreuzung Karl-Arnold-Straße / B 221 / Industriestraße im Gewerbe- und Industriegebiet Heinsberg. Ausreichend Kundenparkplätze sind vorhanden.

Hier finden Sie weitere Info’s zum STORE: Zur Webseite

One thought to “Schule und Corona: Mögliche Schutzkonzepte für sichere Klassenzimmer”

  1. Ich bin Bauingenieur und habe dieses unverantwortliche Handeln der Behörden, die sich auf die Empfehlungen des Umweltbundesamtes berufen seit über einem Jahr so satt. Verantwortung wird weitergeschoben und damit ist man fein raus?
    Fenster in Schulen dürfen gar nicht frei öffenbar sein, das verbietet aus Sicherheitsgründen jedes Baugesetz.
    Alle wissen das und verweisen auf die Schulen. Die sollen alles organisieren?
    Ich schreibe seit einem Jahr unzählige emails in alle Richtungen.Auch an sämtliche Medien. Ist Deutschland wirklich noch das Land der Ingenieure? Bisher haben Politiker und Funktionäre das Sagen.
    Angeblich stecken sich Kinder gar nicht an, usw,es ist unfassbar, was alles behauptet wird.Um nicht handeln zu müssen? Weiterschieben und sich darstellen? Sie merken, ich bin frustriert. Neulich hatte ich einen Text an den VDI geschickt,keine Antwort.Darum meine Hoffnung, dass Sie hier weiteres erreichen und vor allem gefragt werden, bevor Politiker ihre Aktionen starten. Zu viele „ Berater“ sind im Spiel, es sollten bitte Fachleute sein. Darum müssen wir uns melden.
    Ich höre bisher gar nichts zum Thema Corona-Maßnahmen vom VDI.
    Ich habe meine fachliche fundierten Aussagen und Zusammenfassungen bisher an sämtliche Politiker und Verantwortliche gesandt. Aber ohne jede Resonanz.
    Und das dürfte bezeichnend sein für den aktuellen Zustand der Corona-Lage in Deutschland.
    Denn Deutschland hätte Vorreiter sein können. Stattdessen höre ich Spott. Auch gegen uns Ingenieure. Denn wir verhalten uns ja wie die Politiker.
    Auftritte und effektives Handeln klaffen weit auseinander.

    Sie schreiben zu recht“ Das Know-how unserer rund 12.000 ehrenamtlichen Expertinnen und Experten macht den VDI e.V. zu einem wichtigen Ratgeber und Dialogpartner in politischen Entscheidungsprozessen.“
    ABER:

    Betreff: Ist Deutschland noch das Land der Ingenieure ?
    Ich fordere eine Diskussion wir verlieren ja unseren Ruf werden die Mitglieder der Ingenieurkammer Niedersachsen angehalten, sich vorbildlich zu verhalten, sich staatsbürgerlich zu engagieren.

    28.03.2021

    Schulen sicher Hier Nachweis geprüfte mobile Raumluftreiniger können eine indirekte SARS-CoV-2 Infektionsgefahr durch Viren Aerosole sofort wirksam reduzieren Studie Prof. Kähler Universität Bundeswehr

    Leitlinien zur Auslegung der Berufspflichten der Ingenieurkammer Niedersachsen:
    Ingenieur-Gelöbnis :
    Ich gelobe, meinen Beruf in den Dienst von Mensch und Umwelt zu stellen.
    Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
    Der Schutz des Menschen und der Umwelt soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
    Ich werde berufliche Handlungen unterlassen, wenn erkennbar ist, dass deren Folgen dieses Gebot jetzt oder in Zukunft verletzen können.
    Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre des Ingenieurberufes und die Überlieferung der Ingenieurkunst aufrechterhalten und mich zu aller Nutzen fortbilden.
    Ich verpflichte mich zur wahrheitsgetreuen Information über meine berufliche Qualifikation sowie über Chancen und Risiken meines beruflichen Handelns. Dies alles gelobe ich feierlich bei meiner Ehre.

    29.03.2021

    Und nun zu meinem Anliegen:
    Ist Deutschland noch das Land der Ingenieure? Ich fordere eine Diskussion, denn wir verlieren ja unseren Ruf.
    Besonders in der Corona-Pandemie kommt es auf uns an. Aber wir Ingenieure melden uns nicht?

    Ingenieure wissen, wie man mit Stress und Druck umgeht.
    Ingenieure/Innen sind es gewohnt, in ihrem Arbeitsleben stressigen Situationen ausgesetzt zu sein und sie wissen, dass sie dabei nie den Kopf verlieren dürfen. Sie nehmen Informationen schnell auf. Ingenieure/Innen achten sehr stark auf Details. Ingenieure/Innen haben die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu erfassen und in wenigen Worten zusammenzufassen. Sie arbeiten jeden Tag mit einer Menge Daten und müssen schnell entscheiden, was wichtig ist und was nicht. Für ihre Projekte ist es immens wichtig dass sie ihren Einsatz und ihre Energie vernünftig verteilen. Ingenieure/Innen müssen im Berufsleben täglich sehr kreativ sein, um Lösungen für viele eigentlich unlösbare Probleme zu finden.

    Sie sind in der Lage logisch und vorausschauend zu denken und einen Plan zu machen.
    Ingenieure/Innen machen eigentlich nie Pause. Sogar wenn sie frei haben denken sie weiter wie Ingenieure/Innen. Manchmal schieben sie ein Projekt ein wenig, weg um die Lösung zu finden, aber sie geben nie auf und verlieren niemals die Motivation. Sie wissen, dass es irgendwo eine Lösung gibt – sie müssen sie nur finden. Sie zeigen Initiative und überdenken alltägliche Probleme, um immer bessere Lösungen zu finden.

    Sehr geehrte Fachleute,
    Mein Mann und ich sind beide Dipl.Ing.- Bauingenieure und dürfen auf eine lange erfolgreiche Durchführung unserer Projekte, auch Großbaustellen, verweisen.

    Immer wieder schmerzt es persönlich, wenn man von Projekten hört, welche unnötig verteuert wurden durch die unterschiedlichen Gründe.
    Dies bleibt immer auch an unserem Berufsstand hängen. Obwohl die Gründe anderweitig begründet liegen. Stuttgart 21 wird noch lange nicht fertig sein, weil der Grund für das Projekt noch gar nicht mit einbezogen wurde. Das ist die Einbeziehung von Fernzügen in alle Richtungen.
    Für den Anschluss von Fernzügen aus der Schweiz an den Landesflughafen gibt es einen neuen Vorschlag aus dem Bundesverkehrsministerium. Um ihn umzusetzen, muss der Stuttgart-21-Vertrag geändert werden. Wieder sind Politiker am Werk, die weder die Planungsfachleute für das Gesamtwerk einsetzen und die ebenfalls die Folgen und Folgekosten nicht mit im Auge haben.
    Das führt am Ende dazu, dass Ingenieuren die Schuld für enorme Verteuerungen angelastet werden. Das schadet unserem Berufsstand.
    Das Gleiche beim BER, wo den teuren Politikern die Planungskosten für das Großprojekt nicht einleuchteten. Wo Politiker eingriffen und glaubten, sie wären Fachleute mit all den Folgen und hier wird ebenfalls unser Ruf angekratzt.

    Heute möchte ich Ihnen aber ein weit aktuelleres Thema vor Augen halten, wo wir ebenfalls keine gute Figur machen.
    Das ist die Corona-Pandemie.
    Wir haben die 3. Welle und unendlich viele Menschen und Branchen sind stark belastet.
    Wieder entscheiden Politiker und die lassen sich auch noch von millionenteuren Beraterbüros „beraten“.

    Ohne dass wir aber eine Einlassung oder ein Statement zum Thema von Ingenieurvertretungen/ Planer-vertretungen hören.
    Und das ist schädlich und ich möchte mich daher melden.

    Denn hier sind grade sehr viele bauliche Maßnahmen zur Eindämmung gefragt.
    Virologen sind die eine Spezies, aber Techniker müssen beim Einsatz der Maßnahmen mitreden. Das tun sie aber bisher nicht und ich muss Sie alle nach dem Warum fragen.

    Kultusministerien und Bildungsministerien entscheiden, welche Maßnahmen richtig sind und lassen grade die Schulen und Kindergärten alleine mit durchsichtigen Behauptungen, dass Kinder nicht ansteckend wären.
    Aber die Wahrheit kommt immer hervor.

    Und wie die Praktiker und Fachleute unter Ihnen wissen, die ganzen Hygieneauflagen sind so überhaupt nicht von den Schulen umsetzbar, denn deren Aufgabe ist der Bildungsauftrag.
    Ich verweise auf meine Ausführungen dazu weiter unten. Es ließe sich sogar noch viel mehr dazu sagen.

    Als Ingenieur war ich für Schulen und öffentliche Gebäude zuständig, wir haben sie gebaut und für den laufenden Betrieb unterhalten. Ich weiß also genau wovon ich rede.

    Ingenieure üben einen Beruf aus, der ihnen eine hohe fachliche und ethische Verantwortung auferlegt. Aber wir werden von der Politik, von den Ministerien vorgeführt und müssen uns endlich äußern.
    Denn sonst machen wir uns bei jedem Coronakranken mitschuldig. Denn alles hätte viel kürzer und besser laufen müssen.-

    Das Programm von Herrn Altmaier zur Aufrüstung bestehender Lüftungsanlagen in Schulen geht dermaßen an der Wirklichkeit vorbei. Und hilft darum niemandem. Das dürfte Ihnen allen bekannt sein.
    Öffentliche Gebäude Bund zahlt 500 Millionen Euro für Corona-Nachrüstung von Klimaanlagen
    Virenfilter für Klimaanlagen: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die Bundesregierung 500 Millionen Euro zur fachgerechten Nachrüstung von Belüftungs- und Klimaschutzanlagen in öffentlichen Gebäuden bereit. Damit übernimmt der Bund bis zu 40 Prozent der Kosten. 19.10.2020,

    Wir alle vertreten unseren Berufsstand sehr schlecht, wenn wir nicht dagegen aufstehen.
    Wir alle sind Normen und Vorschriften als Leitlinien unterworfen und je nach Projektgröße ist es vorteilhaft, wenn ein Ingenieurbüro beauftragt wird, was von diesem Projekt etwas versteht.

    Ich sehe meine Verantwortung durch meine Ausbildung. Für Ingenieure gilt wie für Wissenschaftler ein Gebot des Handelns, wenn sie offensichtliche Gefahren bemerken. Ich will und darf mich nicht mitschuldig machen. Darum muss ich mich melden. Überall.
    Und das gleiche gilt für Sie alle.

    Doch da Nutzen und Risiken auf unterschiedliche Personen und lange Zeiträume verteilt sind, ernten Entscheidungsträger den Nutzen als medial-politischen Reputationsgewinn sofort, während die Gesellschaft die Kosten jahrzehnte- oder gar jahrhundertelang zu tragen hat.
    Deutschland, das Land der Ingenieure. Und wir Fachleute melden uns nicht? Das Land in Schockstarre?

    Um diese Forderungen zu erfüllen, werden die Mitglieder der Ingenieurkammer Niedersachsen angehalten,-sich vorbildlich zu verhalten,-sich staatsbürgerlich zu engagieren,-das Berufsethos zu pflegen,-sich fachlich fortzubilden und-mit dem erworbenen Leistungsvermögen der Allgemeinheit zu dienen. So steht es doch in den Richtlinien.

    Davon merke ich gar nichts. Bitte klären Sie mich auf.

    Seit Monaten engagiere ich mich für die richtigen geprüften mobilen Lüftungsfilter welche die Viren aus einem Klassenraum filtern, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese in wenigen Minuten sämtliche Aerosole beseitigen!

    Seit vergangenem Sommer schreibe ich wegen der von Prof. Kähler geprüften Luftfilter die Politiker und Ministerien und Medien an.
    Niemals erhält man eine Antwort.
    Inzwischen haben einige Medien das aufgegriffen und verschieden berichtet. Aber das reicht doch nicht angesichts einer Pandemie.
    Grade Deutschland versagt ?
    28.02.2021

    Nicht Schule auf oder zu- Schule sicher!
    Und dazu müssen wir Fachleute durch unser Wissen beitragen. Ich fordere Sie dringend auf. Corona geht nicht so schnell vorbei.

    Bitte setzen auch Sie sich weiter ein. Wer sonst?
    Vieles an diesem Text hier wissen Sie ja sowieso. Es war mein letzter Text gestern an die GEW.
    Sie soolen wissen, dass wir Ingenieure kraft unseres Berufes eben nicht wegschauen dürfen.
    Hier mein Text:
    Studie Prof. Dr. Christian Kähler zu Covid-19-Schulbetrieb

    http://www.unibw.de/lrt7/schulbetrieb-waehrend-der-pandemie.pdf (http://www.unibw.de/lrt7/schulbetrieb-waehrend-der-pandemie.pdf

    Die weltweite Entwicklung der SARS-CoV-2 Infektion verdeutlicht, dass die Pandemie erst am Anfang steht und nicht aufzuhalten ist.
    Selbst wenn ein wirksamer und gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung stünde, wäre eine umfangreiche Impfung der Weltbevölkerung zur Bekämpfung der Virusausbreitung nicht realisierbar. Es ist daher notwendig, technische Lösungen zur Eindämmung der Pandemie zu etablieren.

    Ein Beitrag von Prof. Christian Kähler, Dr. Rainer Hain und Thomas Fuchs, Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik, Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik

    Mund-Nasen-Bedeckungen sind inzwischen allgemein anerkannte technische Hilfsmittel, um die direkte Infektionsgefahr beim Sprechen, Singen, Husten und Niesen zu verringern. Die indirekte Infektion über infektiöse Aerosole, die sich mit der Zeit im Raum anreichern, lässt sich mit Mund-Nasen-Bedeckungen aber nicht verhindern.
    Raumluftreiniger sind eine Lösung etwa für Schulen und Büros. Die von Prof. Dr. Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr in München ausgeführten Studien(1,6) belegen, dass Raumluftreiniger die Gefahr einer indirekten Infektion durch Aerosole wirksam reduzieren. Erforderlich dafür sind die Verwendung von automatisch dekontaminierenden H14-HEPA-Filtern und mindestens sechs erfolgte Luftwechsel pro Stunde. Gewährleistet ist so eine wirksame Aerosolverdünnung und -Abscheidung innerhalb kürzester Zeit. Geräte ohne diese Eigenschaften sind damit nicht zur Pandemie-Prävention geeignet.

    Referenz-Produkt der Studien war jeweils der mobile, speziell für die Virenfilterung entwickelte Hochleistungs-Luftreiniger TAC V+ von Trotec. Mit einer Luftleistung von 2.100 qm/Std. und seiner einmaligen Selbst-Dekontamination des H14-HEPA-Filters reduziert der TAC V+ auf sichere Weise das luftgetragene Ansteckungsrisiko selbst in stark frequentierten Räumen.

    Als Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen steht fest, dass Raumluftreiniger mit großem Volumenstrom und hochwertigen Filtern der Klasse H14 eine sehr sinnvolle technische Lösung sind, um in Schulen, Büros, Geschäften, Wartezimmern, Gemeinde- und Vereinshäusern, Aufenthalts- und Essensräumen etc. die indirekte Infektionsgefahr durch Aerosole stark zu verringern.
    Ein wesentlicher Vorteil der Raumluftreiniger besteht darin, dass sie dauerhaft für eine geringe Virenlast sorgen, ohne sich um das Öffnen von Fenstern kümmern zu müssen und ohne, dass sie das Wohlbefinden im Raum beeinträchtigen. Ferner sorgen sie im Gegensatz zur freien Lüftung mit Fenstern auch dafür, dass eine wirkliche Reduzierung der Virenlast erfolgt, was durch geöffnete Fenster oft nicht gewährleistet werden kann.
    Sie bieten auch gegenüber fest in Gebäuden integrierten raumlufttechnischen Anlagen, die ohne oder mit einem geringen Frischluftanteil betrieben werden, den Vorteil, dass die Viren wirklich abgeschieden und nicht über Lüftungsschächte im Gebäude verteilt werden. Damit der analysierte Raumluftreiniger zu keiner „Virenschleuder“ wird, kann er so eingestellt werden, dass der H14 Filter täglich für ca. 30 Minuten auf etwa 100°C aufgeheizt wird, um die Viren im Filter zu zerstören und der Entstehung von Biofilmen, Bakterien und Pilzen ohne gesundheitsschädliche chemische Zusatzstoffe oder UV-C Strahlung entgegenzuwirken.
    Ein Aufschrei ging republikweit durch Klassenzimmer und Eltern-WhatsApp-Gruppen – genau das, was die Lehrervertreterin erreichen wollte.
    Lin-Klitzing warf den Kultusministerien vor, viel zu spät mit den Planungen für die kalten Monate begonnen zu haben: „Sonst hätten die Schulen beispielsweise auch Plexiglasscheiben zwischen den Schülern aufstellen können.“ Der scharfen Kritik an der Kultusministerkonferenz (KMK) schloss sich auch Heinz-Peter Meidinger an,
    Chef des Deutschen Lehrerverbands: „Es ist erbärmlich, dass der KMK und den meisten Schulministerien zum Thema Aerosolbelastung in vollen Klassenzimmern nichts anderes einfällt, als regelmäßiges Stoßlüften zu empfehlen“, sagte Meidinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

    Einziger Ausweg: Mobile Filteranlagen

    Der schnellste Weg, die Räume sicherer zu machen, sind laut Forschern wie Kähler deshalb mobile Raumluftreiniger. Allerdings werden diese nicht von der Regierung gefördert. „Hier wird eindeutig die falsche Branche mit staatlichen Geldern versorgt“, sagt Kähler.

    Die mobilen Geräte sind einen halben bis zu einem Meter groß und können sofort in jeden beliebigen Raum gestellt werden. Sie saugen die Luft meist von unten an und pusten sie dann durch einen speziellen Filter wieder zurück in den Raum. Vorteil: Es sind keine Umbauarbeiten nötig oder das Aufreißen von Wänden.

    Vor der Corona-Pandemie wurden die Anlagen vor allem für die Reinigung der Luft beispielsweise von Pollen genutzt, um Allergiker zu schützen. In Krankenhäusern und Mikrobiologischen Labors kommen sie mit besonders sensiblen Filtern schon jahrzehntelang zum Einsatz.

    Mehrere Studien empfehlen die Luftfilter nun auch gegen Coronaviren. Wissenschaftler der Goethe-Universität in Frankfurt am Main testeten ebenfalls die Geräte in Klassenräumen.
    Diese hätten die Virenkonzentration in einem Klassenraum innerhalb einer halben Stunde um 90 Prozent gesenkt. Das Risiko einer Ansteckung verringere sich um den Faktor sechs, wenn sich ein Superspreader in einem Raum mit einem Luftreiniger befinde, schreiben die Wissenschaftler. „Der Einsatz von mobilen Geräten ist in der jetzigen Situation sicherlich schneller und einfacher umsetzbar“, erklärt Studienautor Joachim Curtius. „Eine hundertprozentige Sicherheit kann es bei Corona allerdings nie geben, aber die Filter reduzieren das Risiko.“
    Die nächste Pandemie ist nicht auszuschließen, Varianten werden uns noch Jahre beschaftigen.
    Und die richtigen guten technischen Möglichkeiten sind noich gar nicht richtig angegangen.
    Luftreiniger mit Virenfunktion

    Bisher waren Raumluftfilter mit einer Virenfunktion selten. Der Grund: Das war vor Corona einfach nicht notwendig. Allergene Pollen sind beispielsweise bedeutend größer als Corona-Luftpartikel. Um diese herauszufiltern, müssen die Geräte Partikel erfassen, die kleiner sind als ein Mikrometer. Dazu braucht es neben den normalen Filtern gegen den groben Schmutz sogenannte HEPA-Filter (für: High Efficiency Particulate Air) der Qualitätsstufe H13 oder H14.
    Beim Gerätekauf sollte man weniger auf den Preis als auf drei Kriterien achten, erklärt Kähler. Sonst nützten die Anlagen schlicht nichts:

    Wichtig ist die Größe des Raumes. Grundsätzlich gilt: Das Gerät muss das Sechsfache des Raumvolumens filtern können. Bei einem Raum von 200 Kubikmetern muss eine Anlage gekauft werden, die 1200 Kubikmeter pro Stunde filtern kann.

    Das Gerät muss einen HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 besitzen.

    Das Modell sollte möglichst leise sein, sonst besteht die Gefahr, dass es aus Lärmgründen öfter abgeschaltet wird.

    Jetzt sind die Länder gefragt
    Bayern hat nunmehr ein Programm zur Förderung aufgelegt. NRW hat ein Budget bereit
    gestellt. Und der Bund?

    https://www.news4teachers.de/2020/10/vier-bundeslaender-foerdern-mobile-luftfilter-fuer-schulen-kmk-praesidentin-redet-bedarf-aber-klein-und-den-aufwand-gross/
    Jetzt also doch: Nach Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen will nun auch Rheinland-Pfalz die Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen fördern – allerdings ebenfalls nur in sehr beschränktem Umfang. Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) sprach von „Einzelfällen“, in denen Bedarf bestehe, und von einem Fördervolumen von maximal sechs Millionen Euro. Warum nicht alle Klassenräume im Land damit ausgestattet werden? Hubig und der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages, Burkhard Müller (SPD), lieferten dafür eine merkwürdige Erklärung.
    Prien: „Beim Fachgespräch der KMK haben 5 Experten zum Thema Lüften vorgetragen. Herr Prof. Kähler vertrat eine Einzelmeinung, die die anderen nicht geteilt haben.“

    Ein Leser antwortete ihr: „Als Wissenschaftsministerin sollten Sie doch wissen, dass der Ausdruck ‚Meinung‘ an dieser Stelle wenig zielführend ist. Was wäre, erwiese sich die ‚Einzelmeinung‘ nach Versuchsreihen als die, aus wissenschaftlicher Sicht, plausibelste? Bliebe es eine ‚Meinung‘?“ Kähler war der einzige bei der Anhörung anwesende Experte, der den Einsatz von Luftfiltern in Klassenräumen untersucht hat – und empfiehlt.
    Warum mittlerweile vier Bundesländer die Anschaffung von mobilen Luftfiltern nun doch fördern, darauf geht Prien nicht ein. Schleswig-Holstein finanziert die Geräte für Schulen bislang nicht.

    Kontakte zur weiteren Recherche:

    – Prof. Dr. rer. nat. Christian Kähler, Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr, Kontakt: 089/6004-2145, christian.kaehler@unibw.de

    Die Forscher empfehlen die Anschaffung solcher Geräte für Schulen. Sie veranschlagen dafür 3.000 Euro pro Stück. Nur aufs Lüften von Klassenräumen zu setzen, davon rät Kähler ab. „Die Möglichkeit, die Virenlast im Raum durch das regelmäßige freie Lüften zu reduzieren, wird überschätzt“, so heißt es in der Studie.

    Besondere Kenntnisse beim Aufstellen, beim Betrieb oder bei der Wartung der mobilen Luftfilter seien nicht nötig, so Kähler. „Wenn Sie einen Föhn bedienen können, gelingt Ihnen das damit auch“, sagt er: Stecker in die Steckdose, Volumenstrom je nach Raumgröße einstellen, Startknopf drücken – läuft. Eine Wartung sei praktisch nicht nötig. Viren, die möglicherweise aus der Luft gefiltert werden, zerstören sich Kähler zufolge von allein. Nach fünf Jahren, so die Empfehlung, solle mal nach dem Filter geschaut werden. Und wenn das Gerät zwischendurch kaputtgehe, „dann merken Sie das“. Für Kähler sind Behauptungen wie die von Hubig und Müller „Nebelkerzen, um die Leute von der Anschaffung abzuschrecken“. Oder um Begehrlichkeiten klein zu halten.
    Erste Gemeinde in Deutschland bestückt ihre Schule mit Luftfiltern – auf eigene Kosten
    Das funktioniert aber offenbar nicht so recht. Gestern hatte Nordrhein-Westfalen ein 50-Millionen-Euro-Programm zur Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen angekündigt – nach starkem öffentlichem Druck. Wie in Rheinland-Pfalz und Bayern, das ebenfalls 50 Millionen für mobile Luftfilter in Kitas und Schulen ausgeben will, sollen aber auch in NRW nur solche Klassenräume bestückt werden, die sich nicht gut lüften lassen. Hessen hat zehn Millionen Euro bereitgestellt.
    Der Druck von Lehrern, Eltern und Schülern aber wächst – auch auf die Schulträger. Eine erste Kommune in Deutschland hat die Anschaffung der Geräte aus eigenen Mitteln jetzt beschlossen: Für 100.000 sollen die 21 Klassenräume und die Gemeinschaftszimmer für die Nachmittagsbetreuung der beiden Grundschulen im bayerischen Städtchen Neubieberg mit je einer Anlage pro Raum ausgestattet werden. Einer entsprechenden Ausschreibung folgte der Gemeinderat nun nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ einstimmig.
    Während die Landesregierungen mit Förderprogrammen für Schulen zögern, haben einige Landesbehörden nach Recherchen des ARD-Magazins „Monitor“ mobile Luftfilter für sich selbst bereits angeschafft. Das Staatsministerium Baden-Württemberg zum Beispiel nutze sie „vor allem in der hauseigenen Kantine zum Schutz der Beschäftigten oder bei größeren Terminen zum Schutz der Teilnehmenden“, heißt es. Auch die Hessische Staatskanzlei habe sie in der Corona-Pandemie angeschafft – ebenso wie der Landtag NRW, der sich nach einem Testbetrieb auch für die Anschaffung mehrerer Geräte entschieden habe. News4teachers / mit Material der dpa
    Vielen herzlichen Dank
    Dipl. Ing.Ilona Veit

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