Das sollten Sie zu Schnelltests am Arbeitsplatz wissen: Jede zweite symptomlose Corona-Infektion wird durch Antigen-Schnelltests nicht erkannt

Mit der geänderten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die Bundesregierung nun Betriebe dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern kostenlose Corona-Tests anzubieten. Neben der Einhaltung der Corona-Regeln im Alltag (AHA+L) und den Corona-Schutzimpfungen soll diese nationale Teststrategie als dritte Säule der Pandemiebekämpfung dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Aber wie sicher sind die Schnelltest-Ergebnisse und was sollten Unternehmen bei ihrer Teststrategie berücksichtigen?

Reporter des Nachrichtenmagazins „Report Mainz“ sind der Frage nachgegangen, wie zuverlässig Corona-Schnelltests sind. Ausgestrahlt wurde der Beitrag am 20. April, 22 Uhr. „Es komme nicht selten vor, dass Schnelltests falsche Ergebnisse lieferten“, erklärt Ärztin Tanja Skarplik. Das Problem bei den Schnelltests sei, dass sie bei einer optimalen Temperatur gelagert werden müssen. Nicht zu warm und nicht zu kalt, andernfalls könne dies das Testergebnis verfälschen. Ein säurehaltiges Getränk (beispielsweise ein Schluck Apfelsaft) vor dem Test reiche bereits aus, um einen Test falsch-positiv zu verfälschen.

Video: Unsichere Corona-Schnelltests für jedermann (3:01 Minuten):

Quelle: ARD Mediathek

Die Gefahr lauert vor allem dort, wo Schnelltests negative Ergebnisse liefern, obwohl der Getestete positiv ist. Das negative Testergebnis könnte zu einem sorgloseren Verhalten und einem Vernachlässigen der Corona-Schutzmaßnahmen verleiten, warnen Experten. Nur Einzelfälle? Nein, sagt der Münchner Virologe Professor Oliver Keppler. Eine große internationale Studie habe festgestellt, dass nur jede zweite infizierte Person, die noch keine Beschwerden hat, durch Antigen-Schnelltest erkannt wird.

Konkret: Frisch infizierte Personen, symptomlose oder Erkrankte mit mildem Verlauf werden durch Schnelltests nicht zuverlässig erkannt! Verlassen sich diese Personen und der Arbeitgeber auf das Ergebnis und vernachlässigen sie dadurch notwendige Hygienemaßnahmen, würde dies die Verbreitung des Coronavirus sogar noch fördern!

Die Herstellerangaben auf den Verpackungen des Schnelltests sollten daher mit Skepsis gelesen werden. Die angegebene Sensitivität, also die Wahrscheinlichkeit, das Virus bei einer Erkrankung auch nachzuweisen, ist keinesfalls 100 Prozent, wie oftmals angegeben. Am Paul-Ehrlich-Institut (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) werden die im Markt erhältlichen Schnelltests vorab geprüft. Auf Nachfrage von Report Mainz räumt das Testinstitut ein, dass viele Hersteller die in der Gebrauchsanweisung angegebene hohe Sensitivität nicht erreichen. Dennoch dürften die Tests weiterhin verkauft werden.

Virologe Professor Oliver Keppler hält dies für höchstproblematisch. Das könne dazu führen, dass diese Art der Teststrategie in der Breite und als Massentestung eher die Pandemie anfeuern wird, als dass es sie kontrollieren wird.

Was bedeutet das für den Umgang mit den Schnelltest-Testergebnissen?

  1. Jedes Testergebnis ist immer nur eine Momentaufnahme und keinesfalls so verlässlich wie ein PCR-Test.
  2. Ein positives Testergebnis sollte stets durch einen nachträglichen PCR-Test gegengeprüft werden.
  3. Trotz negativem Testergebnis sollten weiterhin alle Hygieneregeln (AHA +L) einhalten.

Wissenschaft empfiehlt Luftreiniger als vierte Säule in der Pandemiebekämpfung

Aerosolexperten wie Professor Dr. Christian Kähler von der Universität der Bundeswehr München, Dr. Gerhard Scheuch, ehemaliger Präsident der ISAM (International Society for Aerosols in Medicine) und die Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) fordern als weitere Säule in der Pandemiebekämpfung den Einsatz von mobilen Luftreinigern:

„Raumluftreiniger und Filter sind überall dort zu installieren, wo Menschen sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten müssen (Wohnheime, Schulen, Alten- und Pflegeheime, Betreuungseinrichtungen, Büros und andere Arbeitsplätze).“
Offener Brief der GAeF an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, 21. April 2021

Schnelltests können unerkannte Infektionen zwar sichtbar machen. Vermeiden können sie diese indes nicht. Geeignete Hochleistungsluftreiniger wie der TAC V+ von Trotec hingegen senken nachweislich das indirekte Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen, das nach Meinung der Experten hauptursächlich für die Verbreitung des Coronvirus ist.

Dr. Gerhard Scheuch: „Die Ansteckung findet in Innenräumen statt!“

„Wir wissen, dass sich 99,9 Prozent aller Infektionen drinnen ereignen. Das wurde gerade wieder von einer ganz großen irischen Untersuchung festgestellt.“, erklärt Dr. Gerhard Scheuch. Professor Mike Weed von der englischen Canterbury Christ Church University hat rund 27.000 Covid-19-Fällen ausgewertet. Die Zahlen scheinen zu belegen, dass nur 0,1 % der Ansteckungen im Freien erfolgen. Weiter sagt Scheuch: „99,99 Prozent innen. 0,1 Prozent draußen. Das heißt, wir müssen uns auf die Innenräume konzentrieren.“

99,9 Prozent aller Infektionen erfolgen durch die Einatmung infektiöser Aerosole

Entscheidend für die Ansteckungsgefahr in Innenräumen ist die Dauer, wie lange infektiöse Aerosolpartikel in der Raumluft verbleiben. Ein Aerosol ist ein gasförmiges Gemisch, das in der Lunge erzeugt wird und bei erkrankten Menschen Viren enthält. Die winzig kleinen Aerosolpartikel werden vorwiegend beim Atmen und Sprechen in den Raum freigesetzt. Während größere Tröpfchen aufgrund ihres Gewichts bereits nach ca. 1,5 Metern zu Boden sinken (daher die Abstandsregel von 1,5 m), schweben die leichten und unsichtbaren Aerosolteilchen aufgrund ihrer geringen Größe (ca. 0,1-0,3 µm) bis zu mehrere Stunden in der Raumluft, verteilen sich mitunter über Lüftungsanlagen und werden selbst viele Meter entfernt unbemerkt eingeatmet. Im Gegensatz zur Luft im Freien, wo Aerosolgemische durch die Luftbewegung mit sauberer Frischluft verdünnt und verweht werden, bleibt die Aerosolkonzentration in geschlossenen Räumen fortwährend hoch und steigt mit jedem Ausatmen an. Je länger und je mehr Aerosolteilchen in der Luft umherschweben, desto schneller gelangen diese über die Atemwege in den Körper und führen zu einer Infektion der Lunge.

Besonders groß sei das Ansteckungsrisiko in:

  • Büros bzw. am Arbeitsplatz
  • Wohnungen
  • Klassenräumen
  • Alten- und Pflegeheimen bzw. Betreuungseinrichtungen
  • Bussen und Bahnen

Wie können Ansteckungen in Unternehmen bestmöglich vermieden werden?

Für einen möglichst hohen Ansteckungsschutz am Arbeitsplatz verweist Scheuch auf die von der Gesellschaft für Aerosolforschung definierten „goldenen Regeln zur Infektionsvermeidung“, um das luftgetragene Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen zu reduzieren: „Es gibt in Innenräumen eigentlich sechs Regeln die man beachten muss.“, führt Gerhard Scheuch aus:

  1. Möglichst wenig Leute in den Innenräumen haben
    Lässt sich das in Unternehmen umsetzen? Selbst wenn ein Teil der Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten kann – für alle Beschäftigten ist dies kaum umsetzbar. Gerade in der Produktion und Fertigung sind Mitarbeiter an der Betriebsstätte unverzichtbar.
  2. Reduzierung der Aufenthaltsdauer im Raum.
    Lässt sich das in Unternehmen umsetzen? Eine Halbierung der Arbeitszeiten in geschlossenen Räumen wäre in der Wirtschaft unvorstellbar.
  3. Großes Raumvolumen. Arbeitsbereiche möglichst in die größten Räume mit einem großen Raumvolumen verlagern.
    Lässt sich das in Unternehmen umsetzen? Gerade in Großstädten mit hohen Mieten wird jeder Quadratmeter im Unternehmen optimal ausgenutzt. In den seltensten Fällen sind entsprechende „Platzreserven“ vorhanden, um ganze Abteilungen zu entzerren.
  4. Masken tragen. Scheuch spricht sich für einen zusätzlichen Schutz durch das Tragen von Masken aus. Dabei sei jedoch zu beachten, dass der Dichtsitz der Maske für ihre Effektivität mindestens genauso wichtig ist, wie die Abscheideeffizienz des Materials.
    Lässt sich das in Unternehmen umsetzen? Im Prinzip schon. Allerdings schützen die weit verbreiteten Mund-Nasen-Masken nicht vor der Einatmung infektiöser Aerosole. FFP2-Masken werden zwar empfohlen, sind aber nicht verpflichtend.
  5. Lüften. „Das, was Professor Wiehler auch immer rät.“, sagt Gerhard Scheuch und rät zum regelmäßigen Öffnen der Fenster.
    Lässt sich das in Unternehmen umsetzen? Nur bedingt. Offene Fenster an kalten Tagen und dadurch ausgekühlte Büroräume sind schon mit dem Arbeitsschutzgesetz nicht in Einklang zu bringen.
  6. Mobile Luftreiniger. „Auch mobile Raumluftfilter – die helfen sehr effektiv. Ich habe die selbst im Einsatz.“, sagt Gerhard Scheuch.
  7. Lässt sich das in Unternehmen umsetzen? Ja. Mobile Luftreiniger können in jedem Raum aufgestellt werden. Einzige Voraussetzung: Eine Steckdose. Neben Dr. Scheuch sprechen sich weitere Wissenschaftler und Forschungsgesellschaften für den Einsatz von geeigneten Luftreinigern aus, um zu hohe Aerosolkonzentrationen auf kontrollierte Art und Weise aus der Raumluft zu befördern.

TAC V+ Luftreiniger: Von der Wissenschaft geprüft und empfohlen

Professor Dr. Christian Kähler, Leiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München, empfiehlt – aus wissenschaftlicher Sicht – den Einsatz von mobilen TAC V+ Hochleistungsreinigern. Der Aerosolexperte, der ebenso wie Dr. Gerhard Scheuch seit mehr als 25 Jahren die Entstehung, Ausbreitung und Verdunstung von Aerosolen erforscht, hat die Wirksamkeit der TAC V+ Luftreiniger in mehreren Studien untersucht. In seinen Bewertungen kommt der Wissenschaftler zum Ergebnis: „Wenn Sie diese Anlage dauerhaft laufen lassen, dann wird kein Mensch es schaffen, in einem Raum eine Aerosolkonzentration von infektiösem Niveau zu erzeugen.“

Wichtig bei der Anschaffung von Luftreinigern sei jedoch, so Kähler in seinen Ausführungen, dass die Geräte bestimmte Anforderungen an die Luftleistung und Filterqualität erfüllen. Denn nicht jeder Luftreiniger ist zur Filterung von Aerosolen im Mikrometer-Bereich geeignet.

Zur sicheren Virenfilterung in Schulen und Kitas müssen Luftreiniger drei Grundvoraussetzungen erfüllen:

1. Der Volumenstrom des Luftreinigers muss ausreichend dimensioniert sein, um mindestens einen sechsfachen Luftwechsel pro Stunde zu ermöglichen. Nur so kann eine minutenschnelle Senkung der Aerosolkonzentration im Raum sichergestellt werden. Hochleistungsluftreiniger der TAC V-Serie ermöglichen sogar einen bis zu 16-fachen Luftwechsel pro Stunde und bieten somit ein noch höheres Schutzniveau, beispielsweise für Risikopatienten in Arztpraxen, auf Krankenstationen oder in Pflegeheimen.

2. Der eingesetzte Filter muss nach der DIN EN 1822 zertifiziert sein. Ausschließlich H14-HEPA-Hochleistungsfilter nach EN 1822, wie sie auch im TAC V+TAC M und TAC Eco  zum Einsatz kommen, können selbst kleine, virenbehaftete Aerosole (0,1-0,3 µm) aus der Raumluft filtern, und zwar zu 99,995 %. Damit haben H14-HEPA-Filter bereits eine 10-fach höhere Filterleistung als H13-HEPA-Filter, deren Filterleistung im Größenbereich von Bakterien zwar noch vergleichbar gut ist. Signifikante Unterschiede gibt es jedoch im sogenannten MPPS-Bereich (Most Penetrating Particle Size), also bei der Ausfilterung von Viren und Aerosolen. Hier rät die Projektgruppe Labortechnik (ELATEC) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in ihrer Stellungnahme zum Thema „Einsatz von HEPA-Filtern in Raumlufttechnischen Anlagen (Beschluss 16/2010)“ ausdrücklich: „Die HEPA-Filter sollten mindestens der Klasse H14 nach DIN EN 1822-1 entsprechen.“

3. Der Luftreiniger muss hinreichend geräuscharm sein, damit er im Betrieb nicht stört. Denn stört der Lärm, dann besteht die Gefahr, dass das Gerät entweder abgeschaltet oder nicht mit dem erforderlichen Volumenstrom betrieben wird. Eine hohe Sicherheit vor einer indirekten SARS-CoV-2 Infektion ist dann nicht mehr gegeben. Daher verfügt der Hochleistungsluftreiniger TAC V+ über eine geräuschdämmende Schallschutzhaube, die ihn zum leisesten Gerät seiner Leistungsklasse macht.

Sogar noch übertroffen werden diese von Prof Kähler definierten Kriterien vom mobilen Hochleistungsluftreiniger TAC V+. Entwickelt und gefertigt wird das Gerät in Deutschland (Heinsberg) – ausgeliefert wird es in die ganze Welt. Eine stets aktuelle Übersicht auf der Unternehmensseite, welche Restaurants, Behörden, Schulen oder medizinischen Einrichtungen den TAC V+ Hochleistungsluftreiniger bereits einsetzen, unterstreicht die erprobte Wirksamkeit der TAC V+ Luftreinigung.

Der TAC V+ Hochleistungsluftreiniger hat sich bereits vielfach in der Praxis bewährt. Hier finden Sie zahlreiche Einsatz-Referenzen aus unterschiedlichen Branchen:

Erhältlich sind die mobil einsetzbaren Hochleistungsluftreiniger der TAC-Serie in mehreren Farben und Ausstattungsvarianten im Trotec-Shop.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu unseren technischen Infektionsschutz-Lösungen:

Trotec GmbH, Herr Jochem Weingartz
Telefon: +49 2452 962-137, jochem.weingartz@trotec.com

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