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HochwasserInfo11

Wer die Folgeschäden eines Wasserschadens so gering wie möglich halten will, sollte vor allem schnell handeln – und schnell trocknen. Denn je länger sie dauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Schäden entstehen. Doch wie schnell eine Trocknung vorangeht, hängt von der richtigen Auswahl des passenden Entfeuchtungsgerätes ab. Und oft wird eine weitere wichtige Rahmenbedingung für eine rasche Trocknung übersehen – die optimale Aufstellposition der Geräte.

Die erste Grundvoraussetzung für einen schnellen Trocknungsprozess ist die genau passende Geräte- und Entfeuchtungsleistung.

  • Ist das Gerät zu klein, dauert die Trocknung länger als nötig. Doch auch ein zu starker Kondenstrockner verlangsamt den Trocknungsvorgang eher, als dass er ihn beschleunigt. Hierfür liegt die Erklärung im Transportprozess des Wassers im Bauteil. In der Wand wird das Wasser am schnellsten dann transportiert, wenn es in flüssiger Form in den Kapillaren des Materials vorliegt. Durch die Kapillare dringt das Wasser bis zur Wandoberfläche vor und verdunstet dort. Kapillare können aber in einer bestimmten Zeit auch nur eine gewisse Menge Wasser transportieren. Wird nun ein zu großes Entfeuchtungsgerät aufgestellt, nimmt es von der Wandoberfläche mehr Wasser auf, als in der Wand kapillar nachströmen kann. Das Wasser verdunstet jetzt nicht mehr an der Wandoberfläche, sondern bereits tiefer im Wandinneren und muss nun dampfförmig transportiert werden, um an die Oberfläche zu kommen. Und genau das geht um ein Vielfaches langsamer als der Transport des flüssigen Wassers.

Die zweite Grundvoraussetzung für einen schnellen Trocknungsprozess liegt in der optimalen Aufstellposition der Trockner. Hierbei lassen sich zwei Varianten unterschieden:

  • Sie besitzen idealerweise für jeden Raum einen Kondens– oder Adsorptiontrockner. Dann ist es ganz einfach: Sie stellen die Trockner jeweils in die Mitte des Raumes.
  • Ihnen steht nicht für alle Räume jeweils ein Trockner zur Verfügung. Dann ist der Luftaustausch zwischen den Räumen sehr wichtig. In die Räume ohne Trockner sollten Sie möglichst einen Ventilator stellen. Am besten so positioniert, dass er diagonal durch den Raum in Richtung der geöffneten Türe bläst. Sollten Sie nicht genügend Ventilatoren für alle Räume haben, dann empfiehlt es sich die Geräte in den betroffenen Räumen alle zwei bis drei Tage zu wechseln.

Die dritte Grundvoraussetzung für einen schnellen Trocknungsprozess liegt in der optimalen Raumtemperatur.

  • Den schnellsten Trocknungserfolg erzielen Sie, wenn die Raumtemperatur zwischen 15 °C und 25 °C liegt. Denn je wärmer die Luft ist, umso mehr Wasser kann sie aufnehmen. Wenn es also in den zu Schaden gekommenenen Räumen kühler ist, dann sorgt eine Beheizung der Räume für eine deutliche Beschleunigung des Trocknungsvorgangs. Unterhalb von 10 °C bis 15 °C geht bei Kondenstrocknern zudem auch die Entfeuchtungsleistung zurück. Bei solch niedrigen Temperaturen bildet sich im Gerät vermehrt Eis und der Trockner wechselt häufig in den Abtaubetrieb. Da das Gerät in den Abtauphasen nicht entfeuchten kann, verlängert dies die Trocknungszeit.

Die vierte Grundvoraussetzung für einen schnellen Trocknungsprozess liegt in der optimalen Luftventilation.

  • Die Luftbewegung ist für den schnellen Erfolg bei einer Trocknung gar nicht zu überschätzen. Denn es ist unstrittig, dass eine optimale Luftventilation die Trocknungsdauer halbieren kann. Im optimalen Falle sollten Sie deshalb in jedem Raum auch einen Ventilator aufstellen.

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06/11    Wasserschaden – wann muss der Fachmann ran?
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08/11    Was tun bei Schimmelbefall?
09/11    Estrichdämmschichten richtig trocknen
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3 Antworten auf Wasserschaden – die wichtigsten Fakten zu Trocknungsgeräten

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