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Laut einem aktuellen Artikel von Die Welt Online sollen thermografische Aufnahmen energetische Schwachstellen aufdecken. Doch seien die Angebote vieler Unternehmen auffällig billig. Nach Meinung vieler Experten sogar zu billig, um fundierte Ergebnisse zu liefern.
In unserem heutigen Beitrag möchten wir Ihnen erklären, woran auch der Laie einen kompetenten Thermografen erkennt und worauf bei Thermografieaufnahmen besonders geachtet werden muss, um korrekte Ergebnisse zu erhalten.

Thermografische Aufnahmen sollen Aufschluss darüber geben, wo im Haus zum Beispiel Heizenergie über Wärmebrücken verloren geht, wo eine Dämmung nicht mehr in Ordnung ist oder wo ein Heizungsrohr ein Leck hat. Dafür muss man solche Aufnahmen aber genau zu interpretieren wissen. Sachverständige, die Untersuchungen mit Wärmebildkameras durchführen, haben ihre Kenntnisse einerseits aus jahrelanger Erfahrung und andererseits aus viel praktischer Übung mit unterschiedlichen Kameramodellen. Christoph Thielen war als leitender Ingenieur der Firma von der Lieck schon häufig mit verschiedenen Wärmebildkameras im Einsatz, um Schwachstellen zu finden: „Bei solchen Aufnahmen muss man das Objekt als Ganzes sehen. Es reicht nicht, ein Haus von allen Seiten zu thermografieren. Ich muss es mir auch von innen anschauen, muss seine Eigenschaften kennen. Erst dann kann ich die Aufnahme zum Schluss richtig interpretieren und einen fundierten Bericht erstellen.“ Dazu sagt der Bundesverband für Angewandte Thermografie e.V. in seinen Richtlinien: „Um aussagekräftige Messungen durchführen zu können, muss auch eine Messung aus dem Innenbereich erfolgen. Viele, vor allem bauphysikalisch wichtige thermische Signaturen, werden überhaupt erst aus dem Innenbereich sichtbar.“ Weiter heißt es: „Bei Gebäuden mit hinterlüftetem Vormauerwerk bzw. mit vorgehängten Fassaden oder im Dachbereich ist nur Innenthermografie möglich, da bei hinterlüfteten Bauteilen die Bewertung des Wärmetransportes unkalkulierbar ist.“ Gerade bei neuen Gebäuden kann es demnach also sein, dass eine Außenthermografie keine fundierten Ergebnisse liefert.
Doch genau da hakt es, sagt Johannes Deeters, Bauingenieur und Energieberater für die Deutsche Energie-Agentur (dena), in Die Welt Online. Besonders im Herbst gäbe es viele Sonderangebote, bei denen sehr günstig alle vier Seiten Ihres Hauses aufgenommen würden. Zudem sei der Winter die ideale Jahreszeit für gute Aufnahmen, weil es draußen viel kälter ist und sich so die Temperaturunterschiede besser erkennen lassen. Thielen ergänzt: „Die Temperaturdifferenz muss mindestens 15 °C betragen.“
Drei Sonderangebote hat Deeters getestet. Zwei davon seien ein absoluter Reinfall gewesen.

Achten Sie auf seriöse Angebote!

Im Billigpreissegment tummeln sich viele unseriöse Anbieter, die mit mangelhaften Aufnahmen und Dokumentationen das schnelle Geld machen wollen. Besonders kommt diesen Anbietern die Möglichkeit entgegen, dass die Farbwiedergabe der Kameras eingestellt und somit manipuliert werden kann. Ein Thermogramm setzt unterschiedliche Oberflächentemperaturen farblich um. „Wo es auf den Aufnahmen gelb bis rot ist, sind die Temperaturen warm oder sogar heiß. Alles, was blau ist, ist hingegen kalt“, ergänzt Christoph Thielen. „Wenn ich also im Winter eine Aufnahme von einem Haus mache, ist das Dach im Idealfall ganz blau. Wenn irgendwo ein gelber oder sogar roter Bereich ist, sehe ich, dass dort Wärme entweicht.“
Doch im Artikel heißt es weiter, dass sich die Farbwiedergabe so einstellen lässt, dass eine Fassade oder ein Dach scheinbar schlecht gedämmt ist. Um sich vor solchen Betrügern zu schützen, können Sie sich zum Beispiel im Vorfeld beim Verband privater Bauherren informieren.

Gute Thermografie hat ihren Preis

Ein Indiz für ein unseriöses Angebot bzw. für ungenaue Ergebnisse ist also ein sehr günstiger Preis. Laut Die Welt Online kostet „eine fundierte Thermografieuntersuchung […] zwischen 400 und 600 Euro“. Dass das ein absolut realistischer Preis ist, bestätigt auch Christoph Thielen: „Wie gesagt reichen die Außenaufnahmen nicht aus. Dann kommt natürlich die analytische Auswertung hinzu. Ich muss die Bilder anschauen, interpretieren, Fehler bedenken und ausschließen können.“ Die Welt Online ergänzt „Objektinformationen, Witterungsbedingungen, Temperaturen innen und außen, Spektralbereich oder geometrische Auflösung“ als elementare Dinge, die ermittelt und im Bericht analysiert werden müssen. Laut Deeters sei die 21-seitige Studie, die die RWE zurzeit in ihrem Gesamtpaket „Thermografie kompakt“ für 129 Euro anböte, „viel Papier, das eine gewisse Kompetenz vorgaukeln soll“. Es gäbe auch Angebote, in denen „vier Aufnahmen im Rahmen einer Sammelaktion“ gemacht werden sollen. Selbstverständlich könnten dadurch Anfahrtskosten eingespart werden. Doch solche Angebote würden mehrere Wochen im Voraus geplant. Da über einen solchen Zeitraum aber das Wetter nicht zuverlässig vorhergesagt werden kann, können auch zuverlässige Ergebnisse nicht garantiert werden. Doch gerade auf das Wetter komme es an. Sonne, Sturm und Regen würden die Messungen maßgeblich beeinflussen. „Wenn das Dach nass ist, zeigt die Kamera die Temperatur des Wassers auf der Oberfläche an und nicht die des Dachs selber“, ergänzt Christoph Thielen.

Von der Lieck berät Sie bei Fragen rund um die Thermografie

Ein Fachmann blickt auf ein großes Portfolio an theoretischer Kenntnis und praktischer Erfahrung zurück. Deshalb sparen Sie nicht mit vermeintlich günstigen Angeboten, bei denen Sie nur bunte Bildchen bekommen, sondern investieren Sie in eine gute thermografische Untersuchung, damit es bei Ihnen im Winter schön warm ist und Ihre Heizkosten nicht in die Höhe schießen.

Bei Fragen oder einem Beratungswunsch melden Sie sich gerne telefonisch unter 02452 962 120 oder per E-Mail unter info@vonderlieck.com. Sie können auch direkt unseren Kontaktservice nutzen. Wir beraten Sie gerne!

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