Unterhalb einer Flachdachterrasse ist im Bereich einer Kabeldurchführung ein Schadensbild in Form einer Durchfeuchtung aufgetreten. Durch den Mieter der Wohnung wurde berichtet, dass das Schadensbild stets zeitversetzt nach einem Regenfall auftritt. Zur Ursachenforschung wird eine Flachdachleckortung mittels Rauchgasverfahren durchgeführt.
Für die Durchführung der Rauchgasprüfung wurde an der Einblasöffnung ein Stutzen zentral in der Fläche montiert. Über ein Schlauchsystem wurde anschließend der Rauch mit einem Gebläse unter der Abdichtungsebene geflutet. An der Abdichtungsfolie war eine Aufwölbung erkennbar, wodurch dokumentiert ist, dass sich der Rauch zwischen Dämmung und Abdichtungsebene ausbreiten kann.
Nach Einbringen des Rauches wurde die Dachterrasse auf mögliche Rauchaustritte überprüft. Unmittelbar nach Einbringen des Rauches trat dieser u.a. an mehreren Stellen der Randanschlüsse, des Rahmenanschlusses der Terrassentüre und des Ablaufes aus. Weitere Auffälligkeiten lagen zudem an einer Befestigung eines Sonnensegels vor. Dieses durchdringt die wasserabweisende Ebene des Wärmedämmverbundsystem.
Mit Hilfe der messtechnischen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass Dämmung z.T. offen liegt und haptisch feucht ist. Weiterhin lagen Auffälligkeiten am Ablauf und an Verankerungspunkten eines Sonnensegels vor. Mithilfe der Flachdachleckortung – hier Rauchgasverfahren – konnte die Schadensursache gezielt aufgedeckt werden.



