Aufgabenstellung
Auf einem bereits fertig gestellten Flachdach, welches begrünt werden soll, sind während der Bauphase Gerüste aufgebaut worden. Da die Dichtigkeit nun nicht mehr garantiert werden konnte und um zudem eventuell kostspielige Bauschäden zu vermeiden, wurde die Dachabdichtung mittels Rauchgasverfahren auf ihre Dichtigkeit geprüft.
Das Untersuchungskonzept
Im 1. Schritt wurde in die Dachabdichtung ein Spezialstutzen eingebaut, über den erst Luft in die Flachdachkonstruktion eingeblasen und anschließend der Nebel hinzugegeben wurde.
Dabei konnte durch vollflächiges Anheben der Abdichtungsebene und allseitige Rauchaustritte eine ausreichende Rauchgasverteilung nachgewiesen werden.
Der 2. Schritt führte die Überprüfung der gesamten Abdichtung auf Rauchgasaustritte mit sich. Diese sind mit bloßem Auge zu erkennen und stellen eine Leckage dar. Hier konnten mehrere Undichtigkeiten in der Fläche selbst sowie an nicht luftdicht angeschlossenen Fenstern lokalisiert werden.
Mit dem 3. Schritt wurden dann die lokalisierten Leckagen und benötigten Öffnungen der Dachabdichtung durch einen Dachdecker verschlossen und die Dachbegrünung konnte bedenkenlos aufgebracht werden.
Die Zusammenfassung
Dank des Rauchgasverfahrens lassen sich optimal Undichtigkeiten in abgedichteten Flächen und an aufgehenden Bauteilen lokalisieren. Das Verfahren eignet sich besonders dafür vorsorglich Flächen die nachträglich nur schwer oder gar nicht zugänglich sind zu prüfen, um durch Undichtigkeiten auftretende Bauschäden im Vorfeld zu vermeiden.
In diesem Fall konnten durch die Lokalisation von mehreren Leckagen an der Dachabdichtung kostspielige Sanierungsarbeiten nach Aufbringung der Dachbegrünung vermieden werden.
Mit dem Rauchgasverfahren können auch andere Flachdachkonstruktionen und jegliche lose verlegte Abdichtung wie die in einem Pool oder Teich überprüft werden.


