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Letzte Woche habe ich mich mal in eine interne Schulung eingeschlichen, die unser Messtechnik-Experte Christoph Thielen für die Mitarbeiter vom Service-Center gegeben hat. Auf dem Lehrplan: Die zwei gängigsten Messverfahren bei der Leckageortung auf einem Flachdach. Aus sicherheitstechnischen Bedenken fand die Einweisung leider nicht live auf dem Dach der Trotec Unternehmensgruppe statt, aber eine Folie auf dem Boden symbolisierte recht überzeugend die Abdichtung eines Flachdaches.

Was dann folgte war der normale Ablauf eines regulären Schadensfalles, wie er bei VDL immer wieder vorkommt …

Ein Kunde ruft bei uns an und schildert unseren Messtechnikern das Schadensbild aufs genaueste. Nach einer ausgiebigen Voruntersuchung vor Ort (die wir in unserer Mini-Simulation mal übersprungen haben) wird dann entschieden, welches Messverfahren am erfolgversprechendsten ist. Das liegt immer im Ermessen des Messtechnikers und ist vor allem durch seine jahrelange Erfahrung begründet.

Zwei der häufigsten Verfahren sind das Impulsverfahren bzw. Stromverfahren und das Nebelsimulationsverfahren:

impulsgeneratorDas Impulsverfahren
Bei dieser Messung wird das Dach buchstäblich unter Strom gesetzt: Der Pulsgenerator simuliert im Prinzip einen Blitzeinschlag, der dann dafür genutzt wird, mit der Stelle der höchsten Spannung auch die genaue Stelle der Leckage aufzudecken. Das Dach wird zuerst durchfeuchtet, bevor dann eine geschlossene Ringleitung um die gesamte Fläche des Daches gelegt wird, die dann unter Strom gesetzt wird. Mit Hilfe von zwei Messstäben und einem Empfänger kann man nun an jeder Stelle des Flachdachs messen, zu welcher Seite die Spannung höher ist. So kann man sich der Leckagestelle immer mehr annähern, bis man sie schließlich genau lokalisiert hat.

NebelmaschineDas Nebelsimulationsverfahren
In manchen Fällen führt die Messung mit dem Impulsverfahren allerdings zu keinem zufrieden­stellenden Ergebnis. Der Grund dafür kann beispielsweise sein, dass die Leckage gar nicht auf der Ebene zu finden ist, sondern an der Aufkantung – und damit mit dem am Grund erzeugten Stromfeld nicht lokalisierbar ist. Um eine solche Undichtigkeit aufzudecken, bietet sich dann das Nebelsimulationsverfahren an. Dabei wird unter die Abdichtung Rauch geblasen, der mit einer Nebelmaschine erzeugt wird. Da die Öffnung mit einem Stutzen abgedichtet ist, tritt der Rauch nur an der Stelle aus, an der die Leckage ist. So wird jede Undichtigkeit leicht aufgedeckt.

Für die Mitarbeiter im Service-Center und mich, den Eindringling aus dem Marketing, war diese Einweisung sehr aufschlussreich.

So ist dann auch sichergestellt, dass jeder Kunde, der bei uns anruft, von Anfang an auf eine kompetente Beratung zählen kann.

Und für die weiterführenden Fragen gibt es ja dann sowieso die Spezialisten von VDL …

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