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Thermogramm eines betroffenen Bereiches

Thermogramm eines betroffenen Bereiches: An den kälteren Stellen besteht erhöhtes Risiko von Schimmelbildung

Ein Vermieter kam auf uns zu und wollte gerne wissen, warum Schimmel in den Wohnungen entsteht, obwohl kein Leitungs- oder Gebäudeschaden vermutet wird. Die Mieter, die in der Wohnung lebten, drohten mit Mietkürzung, und so waren alle beteiligten Parteien an einer schnellen Diagnose interessiert.

Zur Untersuchung der qualitativen Feuchteverteilung im Mauerwerk wurde zunächst eine dielektische Vergleichs­messung mit dem T2000 von Trotec durchgeführt. Dabei konnten mit Messwerten zwischen 40 und 50 Digit in den durchfeuchteten und nicht durchfeuchteten Bereichen keine ungewöhnlichen Ergebnisse ermittelt werden. Um diese Aussage nochmals zu bekräftigen, wurden im Anschluss daran noch Mikrowellenmessungen durchgeführt. Doch auch dabei bewegten sich die Messergebnisse im unbedenklichen Bereich von 70-80 Digit.

Zum Abschluss der messtechnischen Untersuchung sind dann noch die qualitativen Oberflächentemperaturen an den aufgehenden Wänden erfasst worden. Mit Hilfe der Thermografie wurde dann die kälteste Stelle an den Bereichen erfasst, an denen auch die Verfärbungen zu erkennen waren. Die nachfolgenden Thermogramme dokumentieren dies.

Das Multifunktions-Messgerät T2000

Das Multifunktions-Messgerät T2000 mit Mikrowellen- und Feuchtesensor

Insgesamt ergab sich also ein sehr eindeutiges Bild: Die raumseitige Verfärbung der Außenwände wurde durch eine zeitweilige Durchfeuchtung hervorgerufen, welche durch sogenanntes Tauwasser verursacht wird. Wenn die Temperatur der Bauteiloberfläche niedriger ist als die Taupunkttemperatur der sie berührenden Luft, entsteht auf dieser ein Tauwasserniederschlag. Bei einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit schlägt das Tauwasser an der kältesten Stelle nieder, die im vorliegenden Fall im Bereich der verfärbten Wandbereiche waren. Die Raumluftfeuchte und auch die Taupunkttemperatur der Raumluft werden dementsprechend durch die Wasserdampfproduktion und die räumlichen Temperaturverhältnisse beeinflusst.

In diesem Fall herrschte eine mittlere Raumtemperatur von z. B. 19° C und eine relativen Luftfeuchte von 67% r.F., so dass die Taupunkttemperatur bei 12,7° C lag . Bei absinkenden Außentemperaturen wird sich auch die Oberflächentemperatur an den Außenwänden verringern, so dass hier die Gefahr der Kondenswasserbildung besteht.

Von außen eindringende Feuchte konnte mit den oben beschriebenen Messungen in diesem Fall also eindeutig ausgeschlossen werden. Die Drohung der Mietminderung war damit haltlos geworden, da vielmehr das Lüftungsverhalten und Mieternutzung als Ursache ermittelt worden war.

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2 Antworten auf Feuchtigkeitsuntersuchungen in der Bauwerksdiagnose

  1. Jürgen Stumpf sagt:

    Machen Sie diese Untersuchungen auch in 82110 Germering oder hätten Sie eine Adresse zu empfehlen?

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